WAZ: Abschied von der Puffotter. Kommentar von Frank Preuß zum Verbot von Gifttieren

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Das war–s dann mal für die Krustenechse in Herne,
den Pfeilgiftfrosch in Gladbeck und die alte Puffotter in Bottrop.
Nicht anzunehmen, dass es allzu viele Menschen im Ruhrgebiet bedauern
werden, auf Sicht solch exotische Nachbarn zu verlieren. Es war
höchste Zeit, dass die Behörden sich gründlicher mit dem giftigen
Gewimmel in der Wohnung nebenan befassen. Denn jenseits der Fragen,
was man den Tierchen antut, wenn man von artgerechter Haltung wenig
versteht, und was einen Menschen überhaupt dazu treibt, sie sich
anzuschaffen, geht es ja vor allem um die Sicherheit und die Folgen
für die anderen. Was passiert, wenn so eine kleine Schlange mal ins
Treppenhaus entfleucht, haben Bewohner eines Mehrfamilienhauses in
Mülheim erlebt: Sie mussten für eine Weile ins Hotel ziehen. Muss ja
nicht sein. Oft weiß man nicht einmal, was da beim Nachbarn alles
herumkriecht. Eine Meldepflicht, wo an ein Verbot bislang nicht
gedacht ist, wäre schon das Mindeste. Wer nun partout auf den Anblick
von Schlangen nicht verzichten mag: Es soll ja welche im Zoo geben.

Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 – 804 6519
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