Man muss selbst kein Fußballfan sein, um zu
verstehen, warum das gemeinsame Zugucken beim „Public Viewing“ für
viele ein so emotionales Vergnügen ist: Begeisterung ist nun mal
ansteckend. Es spricht nichts gegen öffentliche Fußballfeste im
Ruhrgebiet zur WM in Brasilien. Ja, aber die späten Anstoßzeiten, mag
mancher stöhnen, der schon vor dem Anpfiff zum Eröffnungsspiel um
seinen Schlaf fürchtet. Zur Beruhigung: Die Deutschen spielen in der
Vorrunde um 17 und um 21 Uhr, und dass zum Mitternachtskick zwischen
Ecuador und Honduras oder zwischen Nigeria und Bosnien-Herzegowina
das Viertel vor Begeisterung explodiert, ist nicht so wahrscheinlich.
Dass die Städte Wirten und Veranstaltern nun größere Spielräume
zugestehen dürfen, ist ja auch kein Freibrief zur Anarchie. Freuen
wir uns also ruhig aufs „Rudelgucken“. Und wer schon jetzt gequält
den Mund verzieht: Weltmeisterschaften sind nur alle vier Jahre. Das
erträgt man doch.
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