WAZ: Die Schüler schreiben digital. Kommentar von Christopher Onkelbach zu Handschrift

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Die Klagen der Lehrer über nachlassende Fähigkeiten
von Schülern sind wohl so alt wie die Schule selbst. Doch bei dem
Lamento über schlechte Handschrift liegt das Problem womöglich tiefer
– es könnte ein Hinweis auf eine Zeitenwende sein. Heute wachsen
Kinder in eine digitale Welt hinein, sie ist ihnen so
selbstverständlich wie den Älteren die Schiefertafel. Wischen,
tippen, klicken – die digital versierten Schüler benötigen den Stift
in der Hand nicht mehr. Mit Smartphone, Computer oder Tablet lässt
sich fast jede Art der Kommunikation problemlos erledigen. Dass
Pädagogen sich Sorgen machen, da sie einen Zusammenhang zwischen
guter Handschrift und Bildungserfolg erkennen, ist verständlich.
Schreiben ist nicht nur ein wertvolles Kulturgut, es fördert Motorik,
Konzentration und Denkvermögen. Lehrer sind gefordert, ihren Schülern
deutlicher klarzumachen, wie wichtig dies für sie ist.

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Westdeutsche Allgemeine Zeitung
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