WAZ: Reul nimmt Vereine bei Fußball-Krawallen in die Pflicht

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Die nordrhein-westfälische Landesregierung fordert
von den Bundesliga-Clubs mehr Engagement gegen Fußball-Krawalle. „Ich
werde in der Innenministerkonferenz dafür werben, die Vereine für die
Sicherheit in den Stadien stärker in die Pflicht zu nehmen“, sagte
Innenminister Herbert Reul (CDU) der in Essen erscheinenden
Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ, Montagsausgabe). Die Fragen
von personalisierten Tickets, reduzierten Kartenkontingenten für
Auswärtsmannschaften bei Hochrisikospielen und einer konsequenten
Durchsetzung von Stadionverboten für bekannte Krawallmacher seien für
ihn „noch nicht zufriedenstellend beantwortet“, so Reul weiter. NRW
hat für die Innenministerkonferenz Anfang Juni in Quedlinburg den
Beratungspunkt „Einsatzbewältigung aus Anlass von Fußballspielen“
angemeldet. Eine Beteiligung der Deutschen Fußball Liga (DFL) an den
Polizeikosten für Hochrisikospiele lehnt die Landesregierung dagegen
weiterhin ab. Die Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit und
Ordnung sei Aufgabe des Staates und zwar unabhängig von der
Finanzkraft des Betroffenen. „Wenn wir anfangen, Rechnungen zu
schreiben, fällt auch die Abgrenzungen zu anderen kommerziellen
Großveranstaltungen schwer“, sagte Reul. Die NRW-Bereitschaftspolizei
wendet ein Drittel der Jahresarbeitszeit für den Fußball auf. Allein
die Spiele der Rivalen Schalke und Dortmund sowie Gladbach und Köln
binden jeweils mehr als 1500 Einsatzkräfte.

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Westdeutsche Allgemeine Zeitung
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