WAZ: Sicherheit gehört nicht in Privathand – Kommentar von Frank Preuß zum Düsseldorfer Flughafen

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Was viele Passagiere derzeit am Düsseldorfer
Flughafen erleben, ist ein gewaltiges Ärgernis. Wer wollte
Verständnis dafür aufbringen, wenn man einen Flug verpasst, weil die
Warteschlange an der Sicherheitsschleuse zu lang ist?

Auch für den Flughafen selbst steht viel auf dem Spiel. Es geht
nicht nur um empörte Kunden. Sondern auch um die Frage, ob er
wirklich, wie von ihm beantragt, noch mehr Passagiere abfertigen
kann, wenn er jetzt schon ächzt.

Dem Fluggast ist egal, wer genau an der Misere schuld ist.
Gleichwohl bedarf die Gesetzeslage im Sicherheitsbereich der
Überarbeitung. Der Flughafen bezieht die Prügel, hat aber nach den
neuen Spielregeln nicht einmal Einfluss darauf, welche Firma von der
Bundespolizei mit dem sensiblen Job beauftragt wird.

Wer Sicherheit ausgliedert, muss sich aber auch der Risiken von
Qualitätseinbußen bewusst sein. Die Uni Duisburg-Essen hat in einer
neuen Studie die schwierigen Arbeitsbedingungen in der Branche
kritisiert. Auch der profitable Düsseldorfer Flughafen hat an der
Schleuse einst eigene Leute abgezogen. Um Kosten zu senken. Ohne
Anteil an der jetzigen Krise ist er also nicht.

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Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
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