WAZ: Wenn Bakschisch den Staat bedroht – Kommentar von Dietmar Seher zu Korruption

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Wo sich das Bakschisch breit macht, ist der
Rechtsstaat bald am Ende. Das haben wir im Nahen Osten, in Teilen
Osteuropas und Südamerika gelernt. Wenn die EU also feststellt, dass
die Schäden durch Bestechung, Bestechlichkeit oder Vorteilsnahme in
der Union schon die Grenze von jährlich 120 Milliarden Euro
überschreiten, ist dies ein Warnsignal. Wenn beim Landeskriminalamt
die meisten anonymen Korruptions-Tipps schnell zu Strafverfahren
führen, ist auch die Hygiene in NRW bedroht.

Deutschland fühlt sich zu sicher. Es hat sich lange schwer getan,
Abgeordnetenbestechung zu bestrafen. Das ist seit 2014 anders. Aber
die ganz harte Hand gegen die Krake ist noch nicht gewollt. Warum
gibt es kein bundesweites Register, das korrupte Firmen enttarnt,
bevor sie sich einen Staatsauftrag an Land ziehen? Wenn es beim
Drogenhandel das Kronzeugenrecht gibt – warum nicht auch bei der
Korruption?

Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 – 804 6519
zentralredaktion@waz.de

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