Das Leben auf der Straße muss unerbittlich sein. Es
fehlt an allem, insbesondere an Schutz. Obdachlose sind immer wieder
Angriffen ausgesetzt wie in der Nacht zu Sonntag, als Jugendliche in
Berlin die Klei-dung eines Schlafenden anzündeten. Das deutsche
Sozialsystem sieht eigentlich nicht vor, dass irgendjemand eines
Tages ohne Obdach ist. Es fehlt an Angeboten für Menschen, die schon
lange auf der Straße leben und oft psychisch krank sind. Und es sieht
nicht danach aus, als gäbe es staatlicherseits die Absicht, diese
Löcher zu stopfen. Wer – wie die Bundesregierung – eine offizielle
Erfassung von Wohnungs- und Obdachlosen ablehnt, räumt dem Problem
kaum Vorrang ein. Die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe
führt indes eine Sta-tistik: Seit 1991 sind fast 300 Obdachlose auf
der Straße erfroren.
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