Weser-Kurier:Über Radschnellwege schreibt Jürgen Hinrichs:

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Es gab einen Polizisten in Bremen, der ist an allen
Tagen im Jahr und bei Wind und Wetter von Weyhe mit dem Fahrrad zur
Arbeit nach Bremen gefahren. Der Mann heißt Holger Münch und ist
heute Präsident des Bundeskriminalamtes. Ein Vorbild, jedenfalls in
seinem Verhalten als Pendler. Er hat das Auto stehen lassen und sich
für die gesunde, sportliche und umweltschonende Variante entschieden.
Nichts für alle, aber immer mehr für viele – das ist die Hoffnung der
Planer in Bremen und der Region, die verstärkt auf Radschnellwege
setzen. Die Vorteile liegen auf der Hand und sind umso überzeugender,
je stärker die Zahl der Pendler wächst. Wird nicht gegengesteuert,
ersticken die Städte an den Autos und Abgasen. Zum Umstieg aufs Rad
wird man die Menschen aber nicht nur mit guten Worten überzeugen
können, hinzukommen müssen handfeste Vorteile. Verkehrssichere,
komfortable und möglichst durchgängige Schnellwege sind dabei nur das
eine. Schön wäre darüber hinaus, wenn die Arbeitgeber für ihre
Pendler den Kauf von E-Bikes bezuschussen würden. Den Arbeitnehmern,
die vom Auto nicht lassen wollen oder können, täten sie damit auch
einen Gefallen: Weniger Staus in den Stoßzeiten.

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