Rheinische Post: IS will Religionskrieg inÄgypten entfachen Kommentar Von Martin Kessler

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Die koptische Kirche in Ägypten ist älter als
der Islam. Und die Gläubigen verwenden in ihrer Liturgie noch eine
Sprache, die ihren Ursprung im Reich der Pharaonen hat. Die
koptischen Christen gehören zu Ägypten wie die Deutschen zu
Deutschland. Den islamistischen Radikalen passt das nicht. Mit den
Terroranschlägen will der barbarische Islamische Staat Angst und
Schrecken unter den Kopten verbreiten und sie – wie im Irak und
Syrien – aus dem Land vertreiben. Den IS-Fanatikern schwebt eine rein
islamische Gesellschaft vor, in der Andersgläubige keinen Platz mehr
haben. Der ägyptische Staat erscheint zu schwach, um die Kopten
wirksam zu schützen. Überall im Land sind sie Repressionen
ausgesetzt. Denn der Hass des IS auf die Kopten findet leider auch
Akzeptanz in der Mehrheitsgesellschaft. Deshalb geht Ägyptens
Machthaber al Sissi nicht konsequent gegen den Islamismus und seine
Ausrottungspolitik vor. Den verfolgten Christen bleibt nur die
Hoffnung auf den Westen. Er muss Ägypten drängen, stärker gegen den
Islamismus vorzugehen. Und solange die Stimmung in Ägypten so
feindlich ist, dürfen geflüchtete Kopten nicht abgeschoben werden.

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