Weser-Kurier: Zu unbegleiteten jungen Flüchtlingen schreibt Norbert Holst:

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Viele kommen aus dem westlichen Afrika, einige auch
aus Afghanistan und Syrien. Die unbegleiteten minderjährigen
Flüchtlinge sind ein Problem. Sie sind kein Problem, weil einige
wenige von ihnen sich auffällig verhalten und für Schlagzeilen
sorgen. Sie sind ein Problem, weil Schleuserbanden die jungen
Menschen in wenigen deutschen Großstädten abladen. Diese Städte sind
gesetzlich dazu verpflichtet, sich um die Minderjährigen zu kümmern –
und das bringt sie momentan an den Rand der Belastungsfähigkeit.
Mancherorts ist die Betreuung nur noch durch ehrenamtliches
Engagement gesichert. Es ist daher prinzipiell richtig, diese
Belastung fair auf die Bundesländer zu verteilen. Diese Möglichkeit
soll im geplanten Gesetz zu den unbegleiteten Flüchtlingen
festgeschrieben werden. Andererseits muss das Gesetz aber auch
sicherstellen, dass die jungen Menschen weiterhin vernünftig betreut
werden. Es darf nicht dazu kommen, dass etwa traumatisierte
Jugendliche in einem Dorf landen, wo es für sie keine professionelle
Hilfe gibt. Im Moment sind die jungen Flüchtlinge ein Problem – auf
Dauer sind sie ein Potenzial. Viele von ihnen sind vergleichsweise
gut gebildet. Noch wichtiger: Sie haben den Traum von einer besseren
Zukunft. Solche Jugendlichen braucht Deutschland.

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Weser-Kurier
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