Westdeutsche Zeitung: Die Anschläge vom 11. September haben die Welt verändert Anti-Terror-Kampf fordert hohen Preis Ein Kommentar von Peter De Thier

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Es war ein historischer Tag, der nicht nur das
Leben in Washington und New York auf den Kopf stellte, sondern
Menschen rund um den Erdball in Fassungslosigkeit und Schock
versetzte. In den zehn Jahren nach den Terroranschlägen vom 11.
September 2001 haben sich Amerika und die Welt dramatisch verändert.
Deutlich verschärfte Sicherheitskontrollen, biometrische Passbilder
zur leichteren Gesichtserkennung sowie der Gedanke, dass man nie
weiß, ob und in welcher Form sich Anschläge wiederholen könnten, sind
nur die Symptome.

Vor allem die USA zeichnen sich durch eine gesteigerte
Sensibilität dafür aus, dass sie Feinde haben und der Terror
jederzeit zuschlagen könnte. Das beweisen die jüngsten Warnungen vor
möglichen Anschlägen anlässlich der Gedenkfeiern zum 10. Jahrestag.
Die Welt lebt in ständiger Angst.

Die verheerenden Attacken haben aber auch zu tiefgreifenden
Veränderungen in den geopolitischen Beziehungen geführt. Jene Welle
der Solidarität, von der beim Anblick der einstürzenden
Zwillingstürme Menschen rund um den Globus erfasst wurden, hat die
Zusammenarbeit zwischen den USA und ihren Partnerländern deutlich
intensiviert. In den bilateralen Beziehungen mit Deutschland kommt
das deutlich zum Ausdruck. Das zeigt sich am deutschen Beitrag in
Afghanistan. Der Schulterschluss zwischen den Geheimdiensten beider
Länder unterstreicht das gemeinsame Bekenntnis zur Bekämpfung des
Terrorismus.

Zweifellos ist die Welt sicherer geworden. Militäreinsätze haben
die Infrastruktur der Terrororganisation Al Kaida empfindlich
getroffen, die heute weder über dieselben Kommunikationswege noch
jene Finanzierungsquellen verfügt, durch die die Anschläge überhaupt
möglich wurden.

Der Anti-Terrorkampf fordert aber auch einen hohen Preis – etwa
wenn die USA Menschenrechte und internationale Konventionen
missachten. Zwar hat Präsident Barack Obama versprochen, die
Übergriffe seines Vorgängers George W. Bush korrigieren zu wollen.
Verändert hat sich aber nicht viel. Der Fortbestand des
Gefangenenlagers auf Guantanamo Bay ist ein Beispiel von vielen. Das
ist der hohe Preis des Terrors, dessen Folgen auch zehn Jahre danach
noch deutlich zu spüren sind.

Pressekontakt:
Westdeutsche Zeitung
Nachrichtenredaktion
Telefon: 0211/ 8382-2370
redaktion.nachrichten@westdeutsche-zeitung.de

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