FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle hat sich im
Streit um die Zuverlässigkeit der SPD in der Europapolitik hinter
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gestellt. „Beim Austeilen ist
Herr Steinbrück immer stark, beim Einstecken schwach“, sagte Brüderle
dem in Bielefeld erscheinenden „Westfalen-Blatt“ (Donnerstag).
Noch vor wenigen Tagen habe Steinbrück der Bundeskanzlerin eine
Verletzung des Amtseides vorgeworfen und sich bis heute nicht
entschuldigt. Die jetzige Empörung der SPD sei vor allem dem
Wahlkampf geschuldet. Brüderle: »Das ist ein durchsichtiges
Ablenkungsmanöver vom europapolitischen Schlingerkurs der SPD.“
Rot-Grün habe Griechenland seinerzeit „gegen jede Vernunft“ in die
Eurozone aufgenommen, und heute spiele Steinbrück den „Besserwisser“,
sagte Brüderle weiter. „Wenn es nach Rot-Grün gegangen wäre, gäbe es
heute längst eine Schuldenunion in Europa“, sagte der
FDP-Spitzenkandidat.
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