Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Universitätsklinikum OWL

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Die alte Landesregierung wollte keine eigene
Medizinfakultät für OWL – zu teuer. Sie favorisierte das »Bochumer
Modell«, die Kooperation der dortigen Uni mit Kliniken in der
hiesigen Region für die klinische Ausbildung der Studenten. In einem
Bewerbungsverfahren setzten sich bekanntlich Kliniken in den Kreisen
Minden-Lübbecke und Herford als Träger dieses Modells durch. Die neue
Landesregierung ermöglicht nun eine eigene Medizinfakultät für OWL –
ein Wahlversprechen. Eine teurere Angelegenheit als das »Bochumer
Modell«, aber vielleicht effektiver, wenn es um den viel zitierten
»Klebeeffekt« im Ringen um die Mangelware Arzt geht. Die Frage ist,
ob sich das Land auf lange Sicht diese Doppelstruktur bei der
Arztausbildung in OWL leisten will. Die Uni Bielefeld setzt
klugerweise auf ein offenes Verfahren, bei dem im Laufe der Zeit
weitere Häuser mit einzelnen Abteilungen zum Uni-Klinik-Verbund
hinzustoßen können. Noch sind die Träger in Minden und Herford auf
Jahre an Bochum gebunden. Auf lange Sicht scheint die Eingliederung
in die Uni-Klinik OWL aber wahrscheinlich.

Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Chef vom Dienst Nachrichten
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 – 585261

Original-Content von: Westfalen-Blatt, übermittelt durch news aktuell

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