Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld)zur Mütterrente

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Ist eine Mutter dem Staat weniger wert, nur weil
sie ihre Kinder vor 1992 geboren hat? Ist eine Mutter weniger wert,
weil sie nur ein oder zwei, nicht aber drei Kinder geboren hat? Vom
kommenden Jahr an sollen sich diese Fragen nicht mehr stellen.
Bundessozialminister Hubertus Heil (SPD) will die Ungerechtigkeiten
bei der Mütterrente auf einen Schlag beseitigen und damit sogar noch
über die vertraglichen Vereinbarungen der Großen Koalition
hinausgehen. Die betroffenen Mütter, aber auch die Union, die eine
Angleichung im Wahlkampf versprochen hatte, werden es ihm danken.
Eine Frage allerdings bleibt unbeantwortet: Wer soll das bezahlen? Da
macht es sich der Minister leicht und verweist lapidar darauf, dass
man ohnehin über eine »deutlich stärkere Steuerfinanzierung der
Rente« reden müsse. Im Klartext: Die Kinder der jetzt bei der Rente
besser gestellten Mütter werden künftig noch mehr zahlen müssen, ohne
selbst Aussicht auf eine wirklich auskömmliche Alterssicherung zu
haben. Vom viel beschworenen Generationenvertrag bei der Rente ist
nicht mehr viel übrig geblieben.

Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Chef vom Dienst Nachrichten
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 – 585261

Original-Content von: Westfalen-Blatt, übermittelt durch news aktuell

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