Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur Steueroasen-Debatte

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Die Spareinlagen sind nicht mehr sicher. Dieser
Satz hat eine ganz neue Bedeutung bekommen, seitdem die
Offshore-Debatte tobt. Weil in dieser globalen Welt mittlerweile
alles miteinander verzahnt ist und auch riesige Datenmengen offenbar
vor nichts und niemandem sicher sind, werden die Steueroasen
austrocknen. Das ist gut so. Wie immer in solchen Fällen wird ganz
schnell ganz viel gefordert – egal, ob die Maßnahmen realistisch sind
oder nicht. Da wird ein deutsches FBI gegen internationale
Steuerhinterziehung vorgeschlagen, da geraten Banken und Anwälte
blitzschnell an den Pranger. Und keiner weiß genau, ob es sich bei
den Geldanlagen überhaupt um Steuerhinterziehung handelt und ob die
Briefkastenfirmen legal oder illegal sind. Verständlich, dass die
Behörden großes Interesse an den Steuerdaten haben. Dennoch ist es
richtig, dass die Medien sie nicht rausrücken. Ihre Aufgabe ist es
nicht, die Ministerien mit Informationen zu füttern. Journalisten
sind keine Hilfsorgane der Ämter. Staatsanwaltschaften und
Steuerbehörden müssen ihre Arbeit schon selber machen.

Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Nachrichtenleiter
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 – 585261

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