WN: Kommentar zur Euro-Abstimmung

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im Parlament weitaus mehr mit sich selbst als mit der Euro-Krise. Das
mag in der Sache unangemessen gewesen sein, schließlich ging es um
unvorstellbare Milliarden-Summen, für die der deutsche Steuerzahler
womöglich geradestehen muss. Aber es lag aus mehreren Gründen nahe.
Zum einen war es der Opposition gelungen, die
Rettungsschirm-Abstimmung zum Votum über Merkel aufzupusten: Wie viel
Rückhalt hat sie noch in den eigenen Reihen? um anderen bot sich kaum
ein Schlagabtausch in der Sache an, da SPD und Grüne das Vorhaben der
Regierung mit größerer Geschlossenheit unterstützten, als es die
Koalition selbst zustande brachte. Überdies schickte die SPD
Steinbrück in die Debatte – ein Wink mit dem Zaunpfahl, auf wen
Fraktionschef Steinmeier und Parteivorsitzender Gabriel die
SPD-Kanzlerkandidatur hinauslaufen lassen wollen. Entsprechend
staatstragend musste Steinbrück auftreten. Spitzzüngig und ätzend –
seine Paradedisziplinen – verkniff er sich. Gerade er genießt auch
bei den Anhängern von Union und FDP beträchtliche Sympathie und ist
mithin der unangenehmste Konkurrent. Wohl auch deshalb wartete der
liberale Fraktionschef Brüderle mit viel Rempel-Rhetorik auf. Die
nächsten zwei Jahre Dauer-Wahlkampf? Franz Ludwig Averdunk

Pressekontakt:
Westfälische Nachrichten
Dr. Norbert Tiemann
Telefon: +49 (0251) 690-701
chefredaktion@westfaelische-nachrichten.de

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