Zeitzeugen treffen sich in Ausstellungüber Nothilfelager der Malteser 1989 in Budapest (FOTO)

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In der Ausstellung „Erinnerungen an Budapest 1989 – Zeitzeugen
berichten“: „Das Tor steht offen, mehr noch das Herz“ sehen sich
morgen Zeitzeugen aus den damaligen Nothilfelagern der Malteser vor
30 Jahre wieder. Anlass ist die Nacht auf den 11. September 1989, als
die erlösende Nachricht des ungarischen Außenministers Gyula Horn
kam: Tausende DDR-Geflüchtete jubelten, brachen in Tränen aus und
fielen sich in die Arme: Wir dürfen ausreisen! Noch in der Nacht
packten viele ihre Habseligkeiten zusammen und brachen auf Richtung
Westen.

„Mit der Ausstellung wollen wir diesen historischen Moment in
Erinnerung rufen und unseren ehrenamtlichen Helfern aus Deutschland
und Ungarn Respekt zollen. Für die Menschen aus der DDR war dies ein
unschätzbar wichtiger Moment, da sie zum ersten Mal wirklich Hoffnung
schöpfen konnten, dem Regime zu entfliehen“, erklärt Malteser
Vorstand Douglas Graf von Saurma-Jeltsch. Sie findet statt auf dem
Dorothea-Schlegel-Platz in Berlin am 10./11. September, 10 bis 18
Uhr.

Nach den ersten Bildern vom löchrigen ungarischen Grenzzaun
reisten im Sommer 1989 immer mehr DDR-Bürger nach Ungarn – unter dem
Vorwand Urlaub zu machen. Von dort wollten sie in den Westen fliehen.
Nachdem die deutsche Botschaft wegen Überfüllung schließen musste,
errichteten die Malteser ein Nothilfelager auf dem Gelände der
Zugliget-Kirche, später noch zwei weitere. Insgesamt flohen rund 55
000 DDR-Bürger auf diesem Weg in den Westen.

„Es war eine nervenaufreibende und ängstliche Zeit“, sagt der
damalige DDR-Geflüchtete Uwe Schiller heute. „Aber dass wir den Weg
in das Malteser Lager fanden, hat uns vieles erleichtert. Die Hilfe
und Solidarität waren überwältigend.“ Die Malteser machten damals
einfach das, wofür sie auch heute noch stehen: Sie waren da, halfen
und leisteten Beistand – „weil Nähe zählt“, lautet ihr Motto. Sie
versuchten in diesen ungewissen und angstvollen Tagen Vertrauen zu
schaffen und Hoffnung zu geben. Mit Erfolg. So vertrauten ihnen die
DDR-Bürger sogar ihre Kinder an. Wie dem Malteser Helfer Markus Bank.
Als eine Familie wegen ihrer Ausweise zur Botschaft musste, übergaben
sie ihm ihre vierjährige Tochter. Das Mädchen schlief auf den Arm
ein. Der damaliger Einsatzleiter Wolfgang Wagner hielt diesen Moment
mit der Kamera fest – ein Symbol für das Vertrauen, das die
DDR-Bürger in die Malteser hatten.

Informationen: https://www.malteser.de/budapest1989 &
https://malteser-blog.de/ Fotos: https://bit.ly/2zdX2A1

Pressekontakt:
Frau Pamo Roth Tel. 0221 / 9822 2203
presse@malteser.org www.malteser.de

Original-Content von: Malteser in Deutschland, übermittelt durch news aktuell

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