zu Flüchtlingen in der Ägäis

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Jetzt, zu Weihnachten, da die Herzen weit sind, stellt ein Appell
ans Gewissen offenbar kein allzu großes politisches Risiko dar. Dass Deutschland
ausgerechnet vor Heiligabend das Leid in der Ägäis betroffen macht, wo doch die
Zustände dort seit Jahren elend sind, hat eine heuchlerische Note. Betroffenheit
allein aber löst kein Problem. Nötig ist schnelle Hilfe. Auf den Inseln fehlt es
an allem: an Zelten, Decken, Nahrung, Medizin, Personal zur Bearbeitung der
Asylanträge. Da die EU-Staaten nicht imstande sind, die Verteilung der
Asylbewerber zu organisieren, sollten hilfswillige Regionen und Gemeinden bei
der Aufnahme Minderjähriger vorangehen. Die Kinder brauchen Schutz – vor Kälte,
Krankheiten und Menschenhändlern.

Pressekontakt:

Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
Telefon: 0345 565 4200
hartmut.augustin@mz-web.de

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