Zur ersten Tarifverhandlung in bayerischer M+E Industrie: Tarifverhandlung ergebnislos vertagt – vbm legt Forderungskatalog vor

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Der Auftakt der diesjährigen Tarifverhandlungen
der bayerischen Metall- und Elektro-Industrie heute in Schweinfurt
verlief ergebnislos. Die Verhandlungsführerin des vbm – Verband der
Bayerischen Metall- und Elektro-Industrie e. V., Angelique
Renkhoff-Mücke, wies die Doppel-Forderung der Gewerkschaft nach sechs
Prozent mehr Lohn sowie einem Anspruch auf Reduzierung der
Arbeitszeit auf bis zu 28 Stunden in der Woche mit Rückkehrrecht in
Vollzeit bei teilweisem Teilentgeltausgleich als völlig überzogen
zurück.

Der vbm hat der IG Metall als Antwort einen eigenen
Forderungskatalog zur Arbeitszeit vorgelegt. „Der Wandel der
Arbeitswelt durch Digitalisierung und durch die Internationalisierung
der Wertschöpfungsketten erfordert ein neues, zu verhandelndes
Gleichgewicht zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern bei der
Arbeitszeit“, erklärt Renkhoff-Mücke und fügt hinzu: „Wir brauchen
mehr Flexibilität, um im internationalen Wettbewerb zu bestehen.“

Konkret fordert der vbm:
– die einvernehmliche Möglichkeit, individuell von der
35-Stunden-Woche nach oben abzuweichen
– die Arbeitszeit mit Zustimmung des Betriebsrates bei
entsprechend höherem Entgelt in Sondersituationen vorübergehend
auszuweiten
– die Zeitzuschläge bei Zeitsouveränität des Arbeitnehmers
anzupassen

„Wir fordern die IG Metall auf, die Zukunft des bayerischen
Standorts im Blick zu behalten. Dafür müssen wir die
Gestaltungsmöglichkeiten der Arbeitszeit zwischen Arbeitgebern und
Arbeitnehmern neu ausbalancieren“, betont Renkhoff-Mücke.

„Wir haben bereits mit die höchsten Arbeitskosten der Welt,
deshalb gilt jetzt: Nicht überdrehen. Insgesamt beläuft sich die
Forderung der IG Metall auf neun Prozent. Die geforderten
Arbeitszeitverkürzungen verschärfen den bestehenden Fachkräftemangel
und verkürzen die Kapazitäten um über 33.000 Vollzeitstellen in
Bayern. Das wird nicht ersetzbar sein. Die IG Metall nimmt mit ihren
Forderungen bewusst Tarifflucht in Kauf, obwohl gerade sie
Tarifbindung einfordert. Wir brauchen jetzt tarifpolitische Vernunft,
um Wertschöpfung und Beschäftigung in Bayern zu sichern“, erklärt
Renkhoff-Mücke.

Weitere Informationen finden Sie unter:
www.metalltarifrunde2018.de

Pressekontakt:

Tobias Kochta, Tel. 089-551 78-399, E-Mail:
tobias.kochta@ibw-bayern.de

Original-Content von: VBM – Verband der Bayerischen Metall- und Elektro-Industrie e. V., übermittelt durch news aktuell

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