Einen demonstrativen Kampf der Bundesregierung
gegen die ausufernde Pflicht zur Sonn- und Feiertagsarbeit für immer
mehr Arbeitnehmer fordert die CSU. Ihr Sozialpolitiker und
Bundestagsabgeordneter Matthäus Strebl sagte der „Leipziger
Volkszeitung“ (Freitag-Ausgabe): „Nach Auskunft der Bundesregierung
müssen von 40 Millionen Erwerbstätigen rund 11,5 Millionen an Sonn-
und Feiertagen arbeiten.“ Ständig beträfe das 1,3 Millionen,
regelmäßig 4,6 Millionen und gelegentlich 5,5 Millionen Frauen und
Männer. „Damit ist die –rote Linie– eindeutig überschritten“, so
Strebl.
Sonn- und Feiertagsarbeit dürfe „nicht zur Selbstverständlichkeit“
in Deutschland werden. Er fordere deshalb die Bundesarbeitsministerin
Andrea Nahles (SPD) zur Überprüfung der Notwendigkeit der
Ausnahmeregelungen und zu einer Bestandsaufnahme der
Ausnahmeregelungen in Bund und Ländern auf. Dabei sollten auch
„symbolische Maßnahmen“ erwogen werden, wie ein arbeitsfreier Sonntag
im Ministerium und eine Initiative des Arbeits- und des
Familienministeriums „für den Sonntag als Tag der Ruhe, der Familie,
der das Laufen im Hamsterrad des Alltags auf heilsame Weise
unterbricht“, meinte Strebl. Außerdem forderte der CSU-Politiker die
Bundesregierung auf, sich für eine „Aufnahme des Sonntagsschutzes in
die entsprechende Europäische Arbeitsrichtlinie einzusetzen“.
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