Nie seit Gründung der Bundesrepublik war es
hierzulande leichter, selbst auf dünnster Faktenbasis ein
öffentliches Amt und seinen Inhaber zu ramponieren. Ein
Staatsoberhaupt zur nationalen Peinlichkeit zu stempeln. Dazu reicht
aus, dass ein einziges Medium die schrille Tonlage vorgibt. Dann
steht das Urteil. Vom Urteil zur vormittelalterlichen Prangerstrafe –
vollzogen im Internet – ist es dann nur eine Sache von Stunden. (…)
Aufgepasst!, heißt es da. Wo sich Meinung von Tatsache löst, gerät
Politik, gerät letztlich der demokratische Staat.
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