Weser-Kurier: Zum Streitüber den Armutsbericht schreibt der Bremer „Weser-Kurier“ in seiner Ausgabe vom 21. September:

Nun, da die Kluft zwischen Arm und Reich in diesem
Land immer größer wird, das Thema Altersarmut ebenso in den
Blickpunkt gerückt ist wie Hungerlöhne und unsichere Jobs, ist eine
neue Sensibilität spürbar für das, was als ungerecht empfunden wird.
Und das nicht nur bei den Betroffenen. So gesehen ist der Entwurf des
Arbeitsministerium für den neuen Armutsbericht der Regierung eine
Annäherung an diese neue Sensibilität… Dabei greift die Debatte
wieder einmal viel zu kurz. Die ewig neue soziale Frage ist längst
nicht mehr allein mit der Frage Umverteilung von Vermögen zu
beantworten. Menschen in schwieriger sozialer Lage zeichnen sich vor
allem durch Bildungsferne aus. Vor allem ihre Kinder. Hier muss der
Ansatz für Investitionen liegen, um die Vererbung von
Sozialhilfekarrieren bis hinein in die dritte oder vierte Generation
nicht zum Massenphänomen werden zu lassen.

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