Aserbaidschanische Kriegsveteranen warnen Deutschland, die Augen nicht vor aufkeimendem Nationalismus zu verschließen

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Die aserbaidschanische Veteranenvereinigung hat Berlin in einem in
dieser Woche veröffentlichten Aufruf davor gewarnt, mit
Tatenlosigkeit und schweigender Zustimmung das Aufkeimen eines neuen
Zeitalters des Nationalismus in einem Deutschland geschehen zu
lassen, in dem Muslime immer öfter Opfer rassistischer Gewalt werden.

Ausserdem forderte das Präsidium des Rates der aserbaidschanischen
Veteranenvereinigung von Deutschland eine offizielle Entschuldigung
für die „Folgen des Zweiten Weltkriegs“ sowie eine Entschädigung für
die schwindenden Reihen aserbaidschanischer Veteranen.

Ein besonderes Anliegen der Tagung war das jüngste Wiederaufleben
des Nationalismus, das von den wirtschaftlichen Problemen in Europa
verschärft wird und zu einer Herausforderung geworden ist, die
Nationen wie Deutschland nicht stillschweigend übergehen dürfen.

„Mit grosser Sorge beobachten wir die Zunahme des Nationalismus in
Deutschland. Oft hören wir von Angriffen gegenüber Ausländern, gar
von Morden, insbesondere gegenüber Muslimen“, steht in einer
Erklärung des Präsidiums.

„Das Bewusstsein für die Gefahr, Nationalismus zu ignorieren, ist
bei uns ausgeprägter als bei der heutigen Generation. Untätigkeit und
stille Zustimmung seitens der deutschen Behörden hinsichtlich dieser
Angelegenheit könnten zu neuen Tragödien führen.“

Das Forum wies auch auf die Rolle von Präsident Ilham Aliyev im
eigenen Land hin, der nicht nur den Veteranen des Zweiten Weltkriegs
Schadensersatz zukommen lässt, sondern auch ihren Witwen.

„Wir sind unserem Volk und unserem Staat für die Fürsorge und
Unterstützung und für die aufmerksame Haltung hinsichtlich der
Erinnerung an die Helden und Opfer des Krieges dankbar“, erklärte das
Präsidium.

Geschätzte 300.000 Soldaten aus Aserbaidschan kamen auf den
Schlachtfeldern des Zweiten Weltkriegs von der Krim bis nach Berlin
ums Leben. Nach der Niederschlagung des Nationalsozialismus wurden
128 Aserbaidschaner mit der höchstmöglichen Ehre, dem Titel „Held der
Sowjetunion“ ausgezeichnet.

Pressekontakt:
Eli Hadzhieva, +32-472-485-987

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