BERLINER MORGENPOST: Wie kann das möglich sein? – Kommentar von Alexander Dinger

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Eine falsche Polizistin hält seit zwei Jahren die
Berliner Polizei in Atem. Das hat das Zeug für einen echten Skandal.
Peinlich ist diese Geschichte nicht nur für die Berliner Polizei,
sondern auch für die Justizverwaltung. Denn die falsche Polizistin
steht als verurteilte Straftäterin unter Führungsaufsicht der Justiz.

Sollten die Angaben der 22-Jährigen stimmen, dann bekommt die
falsche Polizistin ihre echte Einsatzkleidung von echten Polizistin –
auf Bestellung. Doch damit nicht genug: Auch an Einsätzen hat die
unechte Beamtin nach eigenen Aussagen bereits teilgenommen.

Eine Seite der Medaille ist die Geschichte einer 22-Jährigen, die
gerne Polizistin wäre, es aufgrund ihrer Vorstrafe aber nicht sein
kann und sich deshalb amtsanmaßend verhält. Die andere Seite ist die
einer Behörde, in der offenbar Beamte arbeiten, die dieses Verhalten
fördern.

Auch die Justiz muss sich unangenehme Fragen gefallen lassen. Wie
kann es sein, dass jemand, der unter Führungsaufsicht steht, so
handeln kann? Für die Bürger Berlins würde das in letzter Konsequenz
bedeuten, sich in Zukunft von uniformierten Beamten auch immer schön
den Dienstausweis zeigen zu lassen.

Pressekontakt:
BERLINER MORGENPOST

Telefon: 030/887277 – 878
bmcvd@morgenpost.de

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