Bundesregierung verpasst Chance für mehr klimafreundlichen Mieterstrom im Klimapaket

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Klimapaket enthält keine konkreten Maßnahmen für
mehr Solaranlagen auf Wohndächern – Laut Mieterstrombericht der
Bundesregierung wird nur ein Prozent der möglichen Strommenge
ausgenutzt – Deutsche Umwelthilfe legt mit Verbändebündnis
Sieben-Punkte-Plan zur Verbesserung vor

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) kritisiert die mangelhafte
Umsetzung der Bundesregierung von Projekten zur Erzeugung von
klimafreundlichem Solarstrom auf Wohngebäuden. Gemeinsam mit elf
weiteren Verbänden legt die DUH einen Sieben-Punkte-Plan zur
Verbesserung des sogenannten Mieterstroms vor. Im am 18. September
2019 veröffentlichten Mieterstrombericht stellt die Bundesregierung
selbst fest, dass nur gut ein Prozent der gesetzlich möglichen
Mieterstrommenge ausgenutzt wurden. Mieterstrom ist eine zentrale
Maßnahme, um erneuerbare Energien in die Städte zu holen.

Dazu Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der DUH: “Der
jüngst vorgelegte Bericht offenbart, dass die 2017 eingeführte
Förderung von Mieterstrom über Photovoltaikanlagen auf dem Dach
überhaupt nicht funktioniert. Obwohl der schleppende Ausbau schon
länger bekannt ist, enthält das Klimapaket der Großen Koalition
keinerlei konkrete Maßnahmen zur Verbesserung des
Mieterstromgesetzes. Sie erwähnt das Thema lediglich als möglichen
Prüfauftrag. Das ist ein weiterer Punkt, weshalb die Bundesregierung
dieses desaströse Klimapaket zurücknehmen muss.”

Für eine Verbesserung des Mieterstromgesetzes schlägt das
Verbändebündnis sieben Maßnahmen vor. Dazu gehören die finanzielle
Förderung von Eigenstromverbrauch und Mieterstromverbrauch
gleichzustellen, bürokratische Hürden für Mieterstrom in kleinen
Mehrfamilienhäusern mit bis zu sechs Wohnungen abzubauen und den
engen räumlichen Zusammenhang zu erweitern. Für Vermieter müssen
steuerliche Hemmnisse abgebaut und Genehmigungsfristen verkürzt
werden. Von zentraler Bedeutung für den Erfolg des Mietstroms ist es
schließlich, dass ein großer Anteil der Mieterstromvergütung auch bei
den Haushalten ankommt.

Link:

Zum Sieben-Punkte-Plan zur Verbesserung des Mieterstroms:
http://l.duh.de/p190927

Pressekontakt:
Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer
0160 90354509, mueller-kraenner@duh.de

Nicolas Besser, Projektmanager Energie und Klimaschutz
0160 95919821, besser@duh.de

DUH-Pressestelle:

Ann-Kathrin Marggraf, Marlen Bachmann
030 2400867-20, presse@duh.de

www.duh.de, www.twitter.com/umwelthilfe,
www.facebook.com/umwelthilfe, www.instagram.com/umwelthilfe

Original-Content von: Deutsche Umwelthilfe e.V., übermittelt durch news aktuell

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