Ein Modell für Afghanistan: Schule in Kabul praktiziert ganzheitliche Lernmethode / Shelter Now sucht nach größerem Gebäude für seine „Helping Hands School“

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Sie soll eine Modellschule für das neue
Afghanistan werden – die durch das internationale christliche
Hilfswerk Shelter Now betriebene „Helping Hands School“ in Kabul
(„Schule der Helfenden Hände“). Alle fünf Lehrerinnen haben jetzt
ihre Zusatzausbildung in dem pädagogischen Konzept „Aktives
Teilhabendes Lernen“ abgeschlossen: Neben Lesen, Schreiben und
Rechnen sollen die Kinder auch Selbstverantwortung, Neugier, Sozial-
und Entscheidungskompetenz vermittelt bekommen. Dies sei für
Afghanistan „eine kleine Revolution“, sagt der deutsche Shelter
Now-Direktor Udo Stolte. Bisher gebe es fast ausschließlich
Frontalunterricht: Der Lehrer sagt vor und alle Schüler wiederholen.

Am 21. März hat in Afghanistan das neue Schuljahr begonnen und nun
kommt die Methode in allen vier Klassen der Grundschule zum Tragen.
Ihr erstes Training hatten die Lehrerinnen bereits vor zwei Jahren
absolviert und begonnen, die Erst- und Zweitklässler der „Helping
Hands School“ nach der neuen Methode zu unterrichten. Während des
Schuljahrs erhalten die Pädagoginnen weiter Begleitung durch
Mentoren, die in den Unterricht kommen. Das Konzept wurde von einem
Beratungs-Institut entwickelt und mit Richtlinien des afghanischen
Erziehungsministeriums abgestimmt.

„Das ganzheitliche Lernen macht den Mädchen und Jungen so viel
Spaß, dass sich die Beliebtheit der Schule immer mehr herumspricht“,
freut sich Stolte. Viele Eltern wollten ihre Kinder unbedingt dort
anmelden: Statt der derzeit 100 Schülerinnen und Schüler könnte man
auch 200 aufnehmen – wenn der Platz vorhanden wäre, so der Shelter
Now-Direktor. Bisher werden die Kinder in zwei Klassenräumen in zwei
Schichten unterrichtet: eine Hälfte vormittags, die andere
nachmittags.

Noch aus einem weiteren Grund möchte die „Helping Hands School“
umziehen: Für eine konsequente Anwendung des „Aktiven Teilhabenden
Lernens“ werden mehr Räume auch für Arbeit in kleinen Gruppen
benötigt. Man brauche ein Gebäude, das eigens dafür konstruiert oder
umgebaut wird sowie entsprechendes Lehr- und Lernmaterial, sagt
Stolte. Im Frühjahr soll die Suche nach einem neuen Zuhause für die
Schule beginnen, zu der auch eine „Vorschule“ für Kinder unter sieben
Jahren gehört.

Shelter Now hatte die „Helping Hands School“ 2009 von einer
anderen Organisation übernommen. Auch bei der Erziehung zum Frieden
ist die Schule beispielgebend: Kinder aus verschiedensten
Volksgruppen wie Paschtunen, Tadschiken, Hazaras oder Usbeken lernen
hier gemeinsam.

Shelter Now ist ein internationales Hilfswerk mit
Koordinierungsbüro in Deutschland. Von 1983 bis 2016 war es in
Pakistan tätig. 1988 begann die Arbeit in Afghanistan, 2014 in der
Autonomen Region Kurdistan (Nord-Irak). Der Name der Organisation in
Deutschland lautet „Shelter Now Germany e.V.“. Shelter Now finanziert
seine Hilfsaktionen zu einem großen Teil aus privaten Spenden. Die
effiziente und projektbezogene Verwendung der Mittel wird Shelter Now
durch das Deutsche Zentralinstitut für Soziale Fragen (DZI) mit dem
Spendensiegel bescheinigt.

Spendenkonto: Norddeutsche Landesbank, IBAN DE65 2505 0000 0002
5230 58

Pressekontakt:
Shelter Now Germany e.V., Telefon: 0531/88 53 95-7, info@shelter.de,
www.shelter.de

Original-Content von: Shelter Now Germany e.V., übermittelt durch news aktuell

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