Embracing Carers®-Studie zeigt: Corona-Pandemie verschärft die Lage pflegender Angehöriger in Deutschland erheblich

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– Corona-Pandemie hat die Situation pflegender Angehöriger in Deutschland deutlich erschwert und vor allem die Belastung der emotionalen und psychischen Gesundheit erhöht
– „Carer Well-Being Index“-Studie belegt: Fast ein Viertel der Befragten haben durch die Corona-Pandemie erstmals die Pflege eines Angehörigen übernommen
– Embracing Carers® – eine Initiative von Merck setzt Belange pflegender Angehöriger in den Mittelpunkt und formuliert mit Partnern Prioritäten, um Lösungen zu schaffen

Darmstadt (ots) – Merck, ein führendes Wissenschafts- und Technologieunternehmen, hat im Rahmen der Initiative Embracing Carers® die Ergebnisse der globalen „Carer Well-Being Index“-Studie veröffentlicht, die auch für Deutschland die negativen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf pflegende Angehörige beleuchtet. So gaben 60 % der deutschen Befragten an, dass COVID-19 die Pflege erheblich erschwert hat. Ursächlich ist u. a. ein erhöhter zeitlicher Aufwand, etwa durch zusätzliche Schutz- und Hygienemaßnahmen. Im Schnitt sind dies wöchentlich fast 4 Stunden, die dazugekommen sind. Deutlich im Vordergrund steht jedoch die erhöhte Abhängigkeit der Pflegebedürftigen, die mehr emotionale Unterstützung erfordert.

Die steigenden Anforderungen führen zu einer starken Belastung der emotionalen und psychischen Gesundheit der Pflegenden. 70% der Teilnehmer der „Carer Well-Being Index“-Studie in Deutschland gaben an, dass sie sich durch die Betreuung des Angehörigen deutlich niedergeschlagener fühlen als zuvor. Bei 55% hat sich die emotionale Gesundheit verschlechtert. Häufig sind sogar erste Anzeichen eines Burnouts auszumachen. „Mehr Isolation, weniger emotionale und mentale Unterstützung durch starke Einschränkungen im Alltagsleben (einkaufen, auswärts essen oder trinken, Ausflüge machen)“, so beschreibt eine der Befragten, die sich um einen an Demenz erkrankten Angehörigen kümmert, die erschwerte Situation. Mit 24% der deutschen Studienteilnehmer ist der Anteil derer sehr hoch, die durch die Corona-Pandemie erstmals die Pflege eines Angehörigen übernommen haben. Bei ihnen ist die Belastung besonders stark, da die Pflege häufiger mit anderen Aufgaben, etwa Kinderbetreuung, in Einklang gebracht werden muss. Die meisten von ihnen haben einen wesentlichen Teil ihres persönlichen Lebens für die Pflege aufgegeben.

Pflegende Angehörige spielen eine wichtige Rolle im Gesundheitswesen. Die Anforderungen an sie sind durch die Corona-Pandemie gestiegen und es ist abzusehen, dass diese Situation fortbesteht. Die von Merck ins Leben gerufene Initiative Embracing Carers® setzt sich gemeinsam mit Partnern dafür ein, die Bedürfnisse von pflegenden Angehörigen in das Blickfeld der Öffentlichkeit zu rücken und ihre Position zu stärken. Mit der „Carer Well-Being Index“-Studie wird dabei nun auch der aktuellen Lage durch COVID-19 Beachtung geschenkt. Ziel der Studie ist es, Entscheidern im Gesundheits- und Sozialwesen sowie der Öffentlichkeit Erkenntnisse zur Verfügung zu stellen, die zu einem besseren Verständnis der Situation pflegender Angehöriger und so zu einer Verbesserung ihrer Situation beitragen.

Die „Carer Well-Being Index“-Studie deckt den Bedarf an konkreten Maßnahmen auf, um die gestiegene Belastung von pflegenden Angehörigen durch die Corona-Pandemie zu reduzieren. „Pflegende Angehörige sollten nicht allein mit ihren Nöten und Belastungen fertigwerden müssen. Es ist wichtig, dass wir als Gesellschaft dafür sorgen, dass sie Gehör finden und eine frühe, kontinuierliche Unterstützung erhalten. Die „Carer Well-Being Index“-Studie kann dazu beitragen, gesellschaftliche Lösungen und spezifische Maßnahmen zu identifizieren“, betont Marco Hoffmann, Senior Director Government Affairs & Policy bei Merck. Zu den Ansatzpunkten für eine bessere Unterstützung von pflegenden Angehörigen zählt u.a. der Schutz ihrer eigenen Gesundheit, eine Minimierung der finanziellen Belastung und der Zugang zu Informationen und Schulungen.

Für die von Merck beauftragte Studie „Carer Well-Being Index“ wurden mehr als 9.000 pflegende Angehörige aus 12 Ländern Europas, Asiens, Nord- und Südamerikas befragt, darunter 757 aus Deutschland. Die Befragten betreuen unentgeltlich Menschen mit einer chronischen Erkrankung, körperlichen Behinderung oder kognitiven bzw. mentalen Erkrankung. Die Studie wurde in Partnerschaft mit globalen Verbänden für pflegende Angehörige durchgeführt.

Weitere Informationen zur Initiative Embracing Carers® sind online unter www.embracingcarers.com erhältlich.

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Über Merck

Merck, ein führendes Wissenschafts- und Technologieunternehmen, ist in den Bereichen Healthcare, Life Science und Performance Materials tätig. Rund 57.000 Mitarbeiter arbeiten daran, im Leben von Millionen von Menschen täglich einen entscheidenden Unterschied für eine lebenswertere Zukunft zu machen: Von der Entwicklung präziser Technologien zur Genom-Editierung über die Entdeckung einzigartiger Wege zur Behandlung von Krankheiten bis zur Bereitstellung von Anwendungen für intelligente Geräte – Merck ist überall. 2019 erwirtschaftete Merck in 66 Ländern einen Umsatz von 16,2 Milliarden Euro.

Wissenschaftliche Forschung und verantwortungsvolles Unternehmertum sind für den technologischen und wissenschaftlichen Fortschritt von Merck entscheidend. Dieser Grundsatz gilt seit der Gründung 1668. Die Gründerfamilie ist bis heute Mehrheitseigentümer des börsennotierten Konzerns. Merck hält die globalen Rechte am Namen und der Marke Merck. Die einzigen Ausnahmen sind die USA und Kanada, wo die Unternehmensbereiche als EMD Serono, MilliporeSigma und EMD Performance Materials auftreten.

Weitere Informationen finden Sie unter www.merckgroup.com.

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Über Embracing Carers®

Embracing Carers® ist eine globale Initiative von Merck in Zusammenarbeit mit führenden Pflegeorganisationen weltweit, mit der das Bewusstsein für, die Diskussion über und Maßnahmen für die oft übersehenen Bedürfnisse von pflegenden Angehörigen verstärkt werden sollen. Vor dem Hintergrund, dass Pflegende Unterstützung benötigen und oft nicht wissen, an wen sie sich für Hilfe wenden sollen, wurde Embracing Carers® ins Leben gerufen, um diese Lücke zu schließen.

Pressekontakt:

Julia Dort
Leitung Public Relations
Medizin & Markt GmbH
dort@medizin-und-markt.de
Tel. +49 (0)89 38 39 30-45
Mobil +49 (0) 173 811 2731

Original-Content von: Merck KGaA, übermittelt durch news aktuell

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