Fachkräftemangel auf neuem Höchststand / Kantar TNS-Studie „Weiterbildungstrends in Deutschland 2018“: Weiterbildung hilft, den Fachkräftemangel zu beheben (FOTO)

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Für Unternehmen wird es immer schwieriger, auf dem leergefegten
Fachkräftemarkt qualifiziertes Personal zu finden. Um den
Ressourcenengpass abzufedern, setzen sie verstärkt auf
berufsbegleitende Weiterbildung. Dies geht aus der aktuellen Umfrage
„Weiterbildungstrends in Deutschland 2018“ unter 300
Personalverantwortlichen hervor. Die Studie zeigt: Der
Fachkräftemangel hat einen neuen Spitzenwert erreicht: 70 Prozent
aller befragten Unternehmen können ihren Personalbedarf nicht decken.
2011 waren es noch 55 Prozent. Kantar TNS führte die jährliche Studie
bereits zum zehnten Mal in Folge im Auftrag der sgd durch.

Alle befragten Unternehmen geben an, dass sich der Personalengpass
in den letzten Jahren stark zugespitzt hat: Waren 2011 noch 38
Prozent der kleinen Unternehmen mit ein bis neun Mitarbeitern
betroffen, sind es aktuell schon 51 Prozent. In mittleren Unternehmen
(zehn bis 499 Mitarbeiter) stieg der Wert von 70 auf 86 Prozent, in
großen (ab 500 Mitarbeiter) von 73 auf 88 Prozent. „Der
Fachkräftemangel nimmt kritische Ausmaße an. Dies gilt ganz besonders
für die mittleren und großen Unternehmen“, erklärt Maziar Arsalan,
Geschäftsführer der sgd. „Für viele wird es schwierig, Projekte und
Aufträge abzuarbeiten, geschweige denn neue anzunehmen. Ohne
geeignete Gegenmaßnahmen verhindert der Personalengpass Erfolg und
Wachstum.“

Für viele Unternehmen (insgesamt 73 Prozent) steigt im Kampf gegen
den Fachkräftemangel die Bedeutung von Weiterbildung. In mittleren
Unternehmen sind es sogar 79 Prozent und in großen Unternehmen 82
Prozent. Doch welche konkreten Maßnahmen und welche Mitarbeiter haben
die HR-Manager besonders im Blick?

Im Fokus: Förderung der eigenen Mitarbeiter

Die Ergebnisse zeigen: Die wichtigste Zielgruppe sind für die
Befragten die Auszubildenden im eigenen Unternehmen. Sie zu fördern
gilt für 94 Prozent als Top 1-Maßnahme. „Erfolgreiche
Berufsabschlüsse sind die beste Voraussetzung, um langfristig auf
gute Fachkräfte zurückgreifen zu können. Je nach Leistungsniveau der
Berufsstarter gibt es unterschiedliche Fördermöglichkeiten – von
spezieller Unterstützung bei schulischen Defiziten bis hin zu
zusätzlichen Weiterbildungsangeboten für besonders leistungsstarke
Auszubildende“, erklärt Andreas Vollmer, Pädagogischer Direktor der
sgd. Mit 92 Prozent liegt die Höherqualifizierung von Mitarbeitern an
zweiter Stelle. „Dies ist der logische nächste Schritt. Denn viele
gut ausgebildete Fachkräfte haben das Potenzial, sich
weiterzuentwickeln – im Rahmen einer Aufstiegsweiterbildung zum
Meister, Fachwirt oder Techniker oder beispielsweise auch im
Projektmanagement“, so Vollmer weiter. Die fachliche und persönliche
Weiterbildung aller Mitarbeiter ist für 91 Prozent die nächstwichtige
Maßnahme im Kampf gegen den Fachkräftemangel. „Die HR-Manager wissen,
dass es gerade im Zuge des schnellen Wandels nicht ausreicht, nur
einzelne Mitarbeiter oder Mitarbeitergruppen zu fördern. Die gesamte
Belegschaft braucht aktuelles Know-how, um effizient und gut arbeiten
zu können.“

Auf Platz vier folgen Förderprojekte für Berufseinsteiger ohne
Schulabschluss oder abgeschlossene Ausbildung (84 Prozent). Die
Weiterbildung von Frauen und Männern in Elternzeit (80 Prozent) und
von Mitarbeitern ab 55 Jahren (79 Prozent) haben für die Befragten
nahezu den gleichen Stellenwert.

Most wanted: Ausgebildete Fachkräfte

Doch auf welchen Ebenen sind die Lücken in den Unternehmen am
größten? Die Studie zeigt, dass vor allem ausgebildete Fachkräfte
bzw. Sachbearbeiter mit abgeschlossener Ausbildung fehlen (42
Prozent). An zweiter und dritter Stelle folgen angelernte
Facharbeiter mit Berufserfahrung sowie Spezialisten mit akademischem
Abschluss (jeweils 26 Prozent). Speziell große Unternehmen haben –
neben den ausgebildeten Fachkräften (46 Prozent) – besonders mit
einem Mangel an Führungskräften im mittleren Management zu kämpfen
(41 Prozent).

Maziar Arsalans Resümee: „Viele Stellen bleiben unbesetzt, weil
auf dem externen Markt keine Fachkräfte mit entsprechender Ausbildung
oder keine Führungskräfte zu finden sind. Somit wird es umso
wichtiger, Berufseinsteiger gut auszubilden und Mitarbeiter aus den
eigenen Reihen zu fördern, um auf diesem Wege Know-how und
Kompetenzen im Unternehmen auszubauen und zu halten. Das bestätigen
auch die Umfrageergebnisse: Weiterbildung ist für HR-Verantwortliche
das Mittel der Wahl im Fachkräftemangel.“

2018: Mehr Budget für mehr Bildung

85 Prozent der befragten HR-Manager erwarten in ihren Unternehmen
für 2018 gleichbleibende oder steigende Weiterbildungsbudgets. 2015
waren es noch 75 Prozent. „Der Trend über die letzten drei Jahre
zeigt, dass Unternehmen zunehmend bereit sind, in die Weiterbildung
ihrer Mitarbeiter zu investieren“, so Andreas Vollmer. Den 85 Prozent
der Befragten, die von gleichen oder steigenden Budgets ausgehen,
stehen lediglich zehn Prozent gegenüber, die mit sinkenden Ausgaben
für die Weiterbildung rechnen.

Zur Kantar TNS-Studie „Weiterbildungstrends in Deutschland 2018“

Bereits zum zehnten Mal in Folge führte Kantar TNS im Auftrag der
sgd die Umfrage „Weiterbildungstrends in Deutschland“ durch. Dafür
wurden aktuell 300 Personalverantwortliche online zu
unterschiedlichen Aspekten der beruflichen Weiterbildung befragt.
Eine zusammenfassende Broschüre zu den Ergebnissen wird in Kürze auf
www.sgd.de veröffentlicht.

Über die sgd

Die sgd ist Teil der Klett Gruppe, eines der führenden
Bildungsunternehmen in Europa. Als Deutschlands führende Fernschule
bietet die sgd seit 70 Jahren vielfach ausgezeichnete Qualität im
Bereich Weiterbildung. Jährlich bilden sich ca. 60 000 Fernschüler in
mehr als 200 staatlich geprüften und anerkannten Fernlehrgängen in
den Bereichen Schulabschlüsse, Sprachen, Wirtschaft, Technik,
Informatik und Digitale Medien, Allgemeinbildung sowie Kreativität,
Persönlichkeit und Gesundheit weiter.

Bereits seit 2001 bietet die sgd den Teilnehmern die Möglichkeit,
ergänzend zum Studienmaterial auf dem Online-Campus waveLearn die
Vorteile des E-Learning zu nutzen. Außerdem gibt der individuelle
Rundum-Service der sgd Sicherheit und Flexibilität für das Fernlernen
in unterschiedlichsten Lebenssituationen. Das Unternehmen wurde für
seine innovativen Ideen und seine Serviceorientierung bereits
mehrmals ausgezeichnet, so beispielsweise in 2018 mit dem
„Studienangebot des Jahres“ vom Branchenverband Forum
DistancE-Learning oder von der Initiative Mittelstand.
Zertifizierungen nach ISO 9001, ISO 29990, TÜV Süd Servicequalität
und AZAV belegen die hohen Qualitäts- und Servicestandards der sgd.

Seit der Gründung im Jahr 1948 durch Werner Kamprath zählt die sgd
über 900 000 Kursteilnehmer. Die Bestehensquote der Teilnehmer bei
staatlichen, öffentlich-rechtlichen und instituts-internen Prüfungen
liegt bei über 90 Prozent. Dies ist auf die persönliche und
individuelle Studienbetreuung durch die Fernlehrer und Tutoren
zurückzuführen.

Weitere Informationen unter: www.sgd.de

Kontakt:
Studiengemeinschaft Werner Kamprath
Darmstadt GmbH (sgd)
Barbara Debold
Ostendstraße 3
64319 Pfungstadt bei Darmstadt
Tel. +49 (0) 6157-806-932
Fax +49 (0) 6157-806-33932
barbara.debold@sgd.de

Maisberger GmbH
Emma Deil-Frank/Katharina Jedlitschka
Claudius-Keller-Straße 3c
81669 München
Tel. +49 (0) 89-419599-53/-93
Fax +49 (0) 89-419599-12
emma.deil@maisberger.com
katharina.jedlitschka@maisberger.com

Original-Content von: Studiengemeinschaft Darmstadt SGD, übermittelt durch news aktuell

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