„Familien lernen Zukunft“: Drei wegweisende Projekte mit Karl Kübel Preis 2011 ausgezeichnet

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Frankfurt/Bensheim. Den mit 50.000 Euro dotierten Karl Kübel Preis 2011 haben insgesamt drei Organisationen aus Minden (Nordrhein-Westfalen), Dornstadt (Baden-Württemberg) und Darmstadt (Hessen) gewonnen. Der Stiftungsratsvorsitzende der Karl Kübel Stiftung, Matthias Wilkes, und die Vizepräsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission, Dr. Verena Metze-Mangold, haben die Auszeichnung in der Frankfurter Paulskirche an die Preisträger überreicht. Schirmherr Professor Klaus Töpfer gratulierte allen Nominierten mit einer persönlichen Videobotschaft. Der Hessische Sozialminister Stefan Grüttner überbrachte auf dem Festakt die Grüße des Landes Hessen. Zu den ersten Gratulanten gehörten die beiden Botschafter des Preises, die Schauspieler Hannes Jaenicke und Hans-Werner Meyer.

Die drei Preisträger setzen nach Überzeugung der Karl Kübel Stiftung als Initiatorin der Auszeichnung und ihres Kooperationspartners, der Deutschen UNESCO-Kommission, auf herausragende und beispielhafte Weise das Thema des Karl Kübel Preises 2011 um. Dieses lautet „Macht uns stark! – Familien lernen Zukunft“ und ist ein Beitrag zur UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“. „Die Karl Kübel Stiftung beglückwünscht die Preisträger, die sich im Sinne des Preisthemas besonders wirksam und nachhaltig für Familien einsetzen. Auch die drei weiteren nominierten Organisationen genießen für ihr Engagement unsere Hochachtung“, erklärte Matthias Wilkes, der Stiftungsratsvorsitzende der Karl Kübel Stiftung.

Den ersten Platz und ein Preisgeld von 30.000 Euro gewinnt das Projekt „Familien lernen Zukunft in der Oberen Altstadt“ im ostwestfälischen Minden. An der Initiative der Aktionsgemeinschaft Friedenswoche Minden beteiligen sich 25 Einrichtungen und weitere Akteure. Ihr Ziel ist es, die Lebensqualität in dem kulturell vielfältigen Stadtteil gerade für Familien mit kleinen Kindern durch Bildungs- und Mitmachangebote zu verbessern sowie deren Weltoffenheit und bürgerliches Engagement zu fördern. Zu den Aktivitäten gehören das Eine-Welt-Dorf mit gemeinsamen Bauaktionen, Kunstprojekte, politische Themenrunden oder das gemeinsam gestaltete Altstadtfest. Minden wurde zudem bereits zweimal als Kommune der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ausgezeichnet.

Den mit je 10.000 Euro dotierten zweiten Platz belegen gleichermaßen der „Lernort Bauernhof“ des Hofguts Oberfeld in Darmstadt und die Initiative „kikuna“ in Dornstadt auf der Schwäbischen Alb. Der „Lernort Bauernhof“ richtet sich vor allem an Kinder und fördert ihre Bildung und Persönlichkeitsentwicklung – etwa durch das Mithelfen auf dem biologisch-dynamischen Hof und durch Anschauungsunterricht im landwirtschaftlichen Alltag.
Die Initiative „kikuna“ (Kinder, Kunst, Natur), ebenfalls aktuell als offizielles UN-Dekade-Projekt ausgezeichnet, geht auf eine private Initiative zurück, die ein umfassendes örtliches Netzwerk zur Bildung für nachhaltige Entwicklung geschaffen hat; dieses richtet sich an Kinder, Familien, Kitas und Grundschulen bis hin zu Kommunen. Grundlegende Erfahrungen werden etwa durch kreatives Gestalten, Streifzüge in der Natur oder kindgerechte Experimente zu Umwelthemen vermittelt.

Der Karl Kübel Preis ist die höchst dotierte Auszeichnung für vorbildliches Engagement im Bereich „Frühe Kindheit“ im deutschen Stiftungswesen.
Von den rund 150 Bewerbungen in diesem Jahr waren neben den drei Preisträgern die folgenden Initiativen nominiert: das Projekt „Öko-logisch?!“ der freien Grundschule Schkola gGmbH im sächsischen Ostritz, der „Prinzessinengarten“ in Berlin-Kreuzberg und das Programm KiFa der Amanda und Erich Neumayer-Stiftung in Ludwigsburg.

Ein ehrenamtliches Expertengremium hatte die Bewerbungen begutachtet; dessen Mitglieder waren Bärbel Dieckmann, Präsidentin der Deutschen Welthungerhilfe, Prof. Dr. Gerd Michelsen, Inhaber des UNESCO-Lehrstuhls an der Universität Lüneburg, der Wissenschaftsjournalist Stefan Schulze-Hausmann, Kathrin Succow, Vorstandsmitglied der Hauck & Aufhäuser Kulturstiftung, und Werner Rybarski vom Agenda21-Büro in Gelsenkirchen.

Weitere Informationen zu den Preisträgern und den Nominierten finden sich unter karlkuebelpreis.de

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