Ganztagesbetreuung für Grundschulkinder: das Wie entscheidet / Das CJD fordert mehr Mittel, hohe Qualität und guten Betreuungsschlüssel

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Das CJD begrüßt den Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Einführung eines Rechtsanspruchs auf Ganztagesbetreuung für Grundschulkinder. Gleichzeitig macht das große christliche Bildungs- und Sozialunternehmen klar, dass an einigen Punkten des Gesetzentwurfs nachgebessert werden muss. Für einen langfristigen Erfolg sind sowohl mehr Mittel als auch umfangreichere Maßnahmen notwendig.

„Der Betreuungsumfang muss am Bedarf der Eltern ausgerichtet werden. Vollberufstätige Eltern oder Alleinerziehende sind auf eine durchgehende Betreuung und eine Fünf-Tage-Verlässlichkeit angewiesen und zwar für mindestens zehn Stunden pro Tag. Außerdem bedeutet ein höherer Betreuungsumfang bessere Chancen für jedes einzelne Kind. Auf der anderen Seite muss auch der Betreuungsschlüssel dringend verbessert werden, damit die Kinder ihrem Alter und Entwicklungsstand gemäß begleitet werden können“, sagt Oliver Stier, Vorstandssprecher des CJD. „Bildungsgerechtigkeit bedeutet, pädagogisch wertvolle Angebote durch ausgebildete Fachkräfte, um die Kinder tatsächlich zu fördern und nicht nur zu beschäftigen“, so Stier. Das schließe Hausaufgabenbetreuung genauso mit ein wie Angebote der Freizeitgestaltung. Und ganz wichtig, die Ganztagesbetreuung müsse für die Eltern ein kostenfreies und zusätzliches Angebot sein, damit jedes Kind eine Chance auf Bildung und Förderung hat.

„Bildungsgerechtigkeit und Chancengleichheit von Kindern und Jugendlichen ist ein zentrales Thema, für das wir uns einsetzen“, sagt Oliver Stier. Insbesondere durch Corona wurde deutlich, wie sehr die schulische, aber auch soziale und emotionale Entwicklung von Kindern und jungen Menschen unter fehlenden Betreuungs- und Freizeitangeboten leidet. „Die Pandemie hat uns gezeigt, wie viele von Bildungsungerechtigkeiten betroffen sind. Gerade diejenigen mit ohnehin schlechteren Startbedingungen sind besonders stark abgehängt“, beobachtet Stier. „Das wollen wir nicht zulassen. Schaffen können wir es jedoch nur, wenn Bund, Länder und Kommunen mehr in das Thema Bildungsgerechtigkeit investieren.“

Über das CJD

Das CJD ist eines der größten Bildungs- und Sozialunternehmen in Deutschland. Seine rund 10.600 Mitarbeitenden fördern und begleiten Kinder, Jugendliche und Erwachsene an 388 Standorten in Kitas, Schulen, Berufsbildungswerken und Lehrbetrieben, in Kliniken, Reha-Einrichtungen, Wohngruppen und Werkstätten. Der seit der Gründung des Werkes 1947 geprägte Leitgedanke „Keiner darf verloren gehen!“ bedeutet heute für das CJD, dass jeder Mensch das Recht hat, Teil der Gesellschaft zu sein. Das CJD unterstützt Menschen auf diesem Weg. Es befähigt Menschen, ihre Persönlichkeit zu entfalten und ein selbstständiges Leben zu führen durch bedürfnisorientierte und vernetzte Angebote.

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