Gefahr für die Energiewende – Experte: „Netzwerkbetreibern droht Personaleinbruch“

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Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) hat
auf dem UN-Klimagipfel in New York Deutschlands ehrgeizige Klimaziele
unterstrichen. Ein bislang kaum wahrgenommenes Personalproblem bei
den Netzwerkbetreibern, droht die Energiepläne in Deutschland jedoch
zu verzögern. Bis zu 30 Prozent der Mitarbeiter aus der
Instandhaltung werden in den nächsten fünf bis zehn Jahren in den
Ruhestand gehen. Das ergab eine Marktbeobachtung von Astran Business
Consulting.

„Eine in der Öffentlichkeit bislang kaum bekannte Nachwuchslücke
bei Netzwerkbetreibern könnte die deutschen Energieziele verzögern“,
warnt Volker Isbrecht, Energiemarkt-Experte der Astran Business
Consulting. „Im Bereich Instandhaltung hat sich bei vielen
Netzwerkbetreibern eine gefährliche Alterspyramide aufgebaut. Bis zu
30 Prozent des Fachpersonals wird in den nächsten fünf bis zehn
Jahren in den Ruhestand gehen.“ Allzu stiefmütterlich habe die
Branche diesen Bereich in den vergangenen Jahren vernachlässigt.
„Neben Verzögerungen kann es zu Qualitätsmängeln kommen, wenn
Fachpersonal zum Beispiel für die Bauüberwachung – auch dies ist eine
klassische Aufgabe von Instandhaltungsmitarbeitern – nicht
ausreichend verfügbar ist.“

In Deutschland gibt es nach Angaben der Bundesnetzagentur neben
den vier großen Übertragungsnetzbetreibern (Amprion, TransnetBW,
Tennet TSO und 50Hertz Transmission) etwa 900 kleinere
Verteilnetzbetreiber, die Strom zu den Endverbrauchern liefern. „Die
Aufgaben der Netzbetreiber werden durch neue Technologien wie
Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ) und Smart Grid
anspruchsvoller und die Planungsprozesse komplexer“, sagt Isbrecht.

Mit Blick auf die Gesamtsituation der Netzwerkbetreiber, die unter
zu langen Trassenplanungen und Kapitalmangel leiden, hält der Experte
das Personalproblem auf Unternehmensebene für lösbar. Damit
Netzwerkbetreiber handlungs- und wettbewerbsfähig bleiben, sollten
sie jedoch zügig auf Personalaufbau setzen. „Da eine recht lange
praktische Ausbildung erforderlich ist, muss jetzt damit begonnen
werden“, rät Isbrecht. „Wichtig sind in der Rekrutierung neuer
Mitarbeiter neben der Tätigkeit und dem Gehalt auch die beruflichen
Perspektiven.“

Eine andere Option wäre, dass Unternehmen grundsätzlich ihre
bisherigen Fertigungstiefen überdenken, also was sie selber machen
wollen und können oder besser Dienstleistern übertragen. „Jedes
Unternehmen muss seine eigene Strategie entwickeln und seine
Kernkompetenzen für die Zukunft festlegen – mit der Konsequenz,
Mitarbeiter entsprechend zu qualifizieren. Das kann für ein
Unternehmen auch bedeuten, Aufgaben, die heute extern erledigt
werden, in Zukunft wieder selbst zu bearbeiten!“

Für Dienstleister sieht Isbrecht Potenziale, umfangreichere
Aufgaben von Netzbetreibern zu übernehmen – nicht nur als verlängerte
Werkbank, sondern auch als Prozessverantwortlicher im Rahmen eines
„Systemdienstleistungsvertrages“.

Über ASTRAN Business Consulting

ASTRAN ist Management Dienstleister für technologieorientierte
Unternehmen und spezialisiert, lebenswichtige strategische
Kernprozesse zu gestalten. Dazu zählen fundierte Marktanalysen,
kreative Strategien, systematische Marktbearbeitung, Prozess- und
Organisationsoptimierung, sowie exzellentes Projekt- und
Prozessmanagement. Wir schaffen Freiräume, indem wir befristet
Managementverantwortung übernehmen. Auf dem Bahnmarkt und in der
Energiewirtschaft ist ASTRAN zu Hause. Mit mehr als 20 Jahren
internationaler Branchenerfahrung sind die ASTRAN-Mitarbeiter erster
Ansprechpartner für diesen erfolgversprechenden Zielmarkt.

Pressekontakt:
ASTRAN Business Consulting GmbH
Volker Isbrecht
Am Kiel-Kanal 1, 24106 Kiel
+049 431 90881148
+49 171 2861518
Volker.isbrecht@astran.de

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