GroKo gefährdet die betriebliche Gesundheitsförderung in kleinen Unternehmen

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Ergolding, 5.November 2019. Wie das Handelsblatt am 2. November berichtet hat, wollen Union und SPD die steuerliche Förderung von Gesundheitsprävention im Job erschweren. Finanzämter sollen die Steuerbefreiung in Zukunft nur noch anerkennen, wenn die Gesundheitsmaßnahmen im Betrieb ein Siegel der Krankenkassen vorweisen. Der Finanzausschuss des Bundestages berät nächste Woche abschließend über den Regierungsentwurf der GroKo.

Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels ist diese Entscheidung nicht tragbar. Viele Angebote, die bei körperlichen und psychischen Belastungen am Arbeitsplatz helfen können, erfüllen nicht das Leistungsspektrum der gesetzlichen Krankenversicherung und wären damit nicht mehr förderfähig. In einer Zeit, in der es aufgrund eines massiven Fachkräftemangels, wichtiger denn je ist, Mitarbeiter zu finden, zu binden und nachhaltig gesund zu erhalten, kann und darf es nicht passieren, dass der Staat genau an dieser Stelle spart.

Es ist absurd, eine steuerliche Barriere aufzubauen, wenn es um die Gesundheit von Mitarbeitern geht. Viele Unternehmen, wie etwa die Deutsche Fachpflege Gruppe mit 4.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, sind auf die Steuerbefreiung angewiesen. Hier sind weder zusätzliche finanzielle Mittel vorhanden, noch besteht die Möglichkeit, die Mitarbeiter, welche über ganz Deutschland verteilt sind, über eine klassische betriebliche Gesundheitsförderung zu erreichen. Die steuerliche Förderung zu streichen, würde bedeuten, die Zukunft solcher Unternehmen und ihrer Mitarbeiter grob fahrlässig zu gefährden. Ein Widerspruch in sich ist außerdem, dass wir weltweit Pflegekräfte suchen, während wir denen, die wir halten wollen und müssen, einen solchen Gesetzesentwurf präsentieren.

Schindler appelliert deshalb an den Finanzausschuss, diese Entscheidung noch einmal gründlich zu überdenken. Es müsse weiterhin eine Ersparnis für Unternehmen geben, die in die Gesundheit ihrer Mitarbeiter investieren wollen. „Nur so können wir die Zukunft der Deutschen Wirtschaft sichern“, betont der Senator. „Denn gesunde, zufriedene Mitarbeiter sind das höchste und wichtigste Gut eines jeden erfolgreichen Unternehmens.“ Wer das nicht verstehe, setze das Wirtschaftswunder, das wir in den letzten zehn Jahren erleben durften, aufs Spiel.

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