Gut entschieden, Herr Preetz / Kommentar von Dietmar Wenck zu Hertha BSC

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Kurzform: Im ersten Reflex möchte man die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Fällt Michael Preetz jetzt nichts Besseres ein, als den vierten Trainer in dieser merkwürdigen Saison zu verpflichten? Mitten in der Corona-Krise, in der sich alle nach etwas mehr Stabilität sehnen? Doch mit ein wenig Abstand kann man zu der Erkenntnis gelangen: Im vierten Versuch könnte der Hertha-Manager endlich richtig liegen. Es ist richtig, jetzt die Reißleine zu ziehen und mit Bruno Labbadia einen Mann sofort an die Arbeit zu schicken, für den Berlin seine fünfte Bundesligastation ist. Der ehemalige Torjäger ist ein erprobter Abstiegskämpfer. Natürlich kann man sich vorher nie sicher sein, ob Trainer, Mannschaft und Verein zusammenpassen. Aber wenigstens stimmen diesmal die Voraussetzungen.

Der vollständige Kommentar: Im ersten Reflex möchte man die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Fällt Michael Preetz jetzt nichts Besseres ein, als den vierten Trainer in dieser merkwürdigen Saison zu verpflichten? Mitten in der Corona-Krise, in der sich alle nach etwas mehr Stabilität sehnen? Doch mit ein wenig Abstand kann man zu der Erkenntnis gelangen: Im vierten Versuch könnte der Hertha-Manager endlich richtig liegen. Ante Covic als Nachfolger des beliebten Pal Dardai zu präsentieren und ihm zusätzlich die Last aufzubürden, er solle den Fans nicht nur erfolgreichen, sondern auch schönen Fußball anbieten, war zu viel verlangt von einem Bundesliga-Novizen. Das Experiment ging krachend daneben. Die Installation von Jürgen Klinsmann als nächstem Coach erregte hohe mediale Aufmerksamkeit, am Ende allerdings in einer Weise, die dem Weltmeister von 1990 selbst, genauso jedoch den Hertha-Lenkern schweren Schaden zugefügt hat. Blieb die Übergangslösung Alexander Nouri, die von Anfang an zum Scheitern verurteilt war. Einer aus Klinsmanns Gefolge, dessen hervorstechendste Eigenschaft seine seltenen Siege waren, konnte das ohnehin verunsicherte Team nicht gewinnbringend zusammenfügen. Es ist richtig, jetzt die Reißleine zu ziehen und mit Bruno Labbadia einen Mann sofort an die Arbeit zu schicken, für den Berlin seine fünfte Bundesligastation ist. Der ehemalige Torjäger ist ein erprobter Abstiegskämpfer, hat zuletzt den VfL Wolfsburg und davor den Hamburger SV vor dem tiefen Sturz bewahrt, vor dem sich die mit frischem Reichtum gesegnete Hertha so fürchtet. Und er hat die Wolfsburger in der zweiten Saison in den Europapokal geführt: Da will Hertha BSC hin. Natürlich kann man sich vorher nie sicher sein, ob Trainer, Mannschaft und Verein zusammenpassen. Aber wenigstens stimmen diesmal die Voraussetzungen.

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