Hessische Chemie hält das Ausbildungsplatzangebot auch 2010 über dem tarifvertraglichen Soll

Seit 2004 gut 500 Plätze mehr als vereinbart

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Vertreter der Industriegewerkschaft Bergbau,
Chemie, Energie Hessen-Thüringen (IG BCE) und des
Arbeitgeberverbandes HessenChemie haben im Rahmen des „Runden Tisches
für Arbeitsmarktfragen“ die Umsetzung des Tarifvertrags „Zukunft
durch Ausbildung“ in Wiesbaden überprüft. Trotz eines krisenbedingten
Rückgangs gegenüber dem Vorjahr wurde die Sollvorgabe auch 2010
übertroffen.

Tarifvertraglich hatten die Sozialpartner der hessischen Chemie
für das laufende Ausbildungsjahr ein Angebot in Höhe 1377
Ausbildungsplätzen vereinbart. Insgesamt boten die Unternehmen der
Branche 1426 Plätze in klassischen Ausbildungsberufen, dualen
Studiengängen bzw. Eingliederungsmaßnahmen an. Das entspricht 3,6
Prozent mehr gegenüber dem vorgegebenen Soll.

Auch in der kleineren kunststoffverarbeitenden Industrie (KVI)
wurde der Tarifvertrag übererfüllt. Die Vorgabe im Tarifvertrag sah
66 Ausbildungsplätze vor – 82 Ausbildungsplätze wurden angeboten.
„Trotz der Wirtschaftskrise haben beide Branchen damit erneut vielen
jungen Menschen eine berufliche Zukunftsperspektive geboten“,
erklärte Dr. Udo Lemke, Geschäftsführer von Provadis in Höchst. „Der
Erfolg ist ein Ergebnis gemeinsamer Anstrengungen der Arbeitgeber,
Betriebsräte und der Chemie-Sozialpartner in Hessen“, würdigte Rainer
Kumlehn, Landesbezirksleiter der IG BCE Hessen-Thüringen, die
vorliegenden Zahlen.

Seit Inkrafttreten des Tarifvertrages im Jahr 2003 sind in der
hessischen Chemie 502 Ausbildungsplätze mehr bereitgestellt worden
als tarifvertraglich vereinbart. In der kunststoffverarbeitenden
Industrie waren es 171 Plätze zusätzlich.

Im Rahmen der Gespräche wurde auch über die Themen der Übernahme
nach der Ausbildung und dem drohenden Fachkräftemangel gesprochen.
Die Sozialpartner der chemischen Industrie sind sich darüber einig,
dass sie hierzu den gemeinsamen Dialog weiterführen wollen.

Über die etwa 40 verschiedenen Ausbildungsberufe und viele
Ausbildungsbetriebe in Hessen können sich Berufsstarter im Internet
unter www.hessenchemie.de und www.chemie4you.de informieren. Die
Bewerbungsverfahren für das Jahr 2011 haben in den Unternehmen
bereits begonnen.

Pressekontakt:
Arbeitgeberverband Chemie und
verwandte Industrien für das Land Hessen e.V.
Jürgen Funk, Pressesprecher
Abraham-Lincoln-Straße 24, 65189 Wiesbaden
Tel: 0611 / 7106-49
Mobil: 01622 / 710649
Fax: 0611 / 7106-66
E-Mail: funk@hessenchemie.de
Internet: www.hessenchemie.de

Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie
Landesbezirk Hessen-Thüringen
Marco Rosenlöcher, Gewerkschaftssekretär
Wilhelm-Leuschner-Straße 69-77
60329 Frankfurt
Tel: 069 / 2385660
Fax: 069 / 2385629
E-Mail: ib.hessen@igbce.de
Internet: www.hessen-thueringen.igbce.de

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