Inklusion und Vereinbarkeit: Neues Format für inklusives audit berufundfamilie

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– alsterarbeit gGmbH im Pilotprojekt als erster Arbeitgeber
zertifiziert
– Weitere Pilotauditierungen geplant

Die alsterarbeit gGmbH ist der erste Arbeitgeber, der in einem
neuen inklusiven Format nach dem audit berufundfamilie zertifiziert
wurde. Die alsterarbeit gGmbH durchlief in einem Pilotprojekt der
berufundfamilie Service GmbH das Auditierungsverfahren zur Gestaltung
einer familien- und lebensphasenbewussten Personalpolitik, das
speziell auf ihren Betrieb und die Bedürfnisse ihrer Mitarbeitenden
und der dort in Rehabilitationsmaßnahmen Beschäftigten zugeschnitten
wurde.

Seit dem 30. September 2018 ist die Werkstatt für behinderte
Menschen – mit Sitz in Hamburg und insgesamt 1.200 dort tätigen
Menschen – berechtigt, das Zertifikat zum audit berufundfamilie zu
tragen. Die Laufzeit des Qualitätssiegels beträgt zunächst drei
Jahre.

Sabine Zielasko, Bereichsleiterin Qualitätsmanagement bei der
alsterarbeit gGmbH und gleichzeitig audit-Projektleitung, über die
Motivation, sich dem audit zu stellen: „Wir haben mit dem Hamburger
Familiensiegel bereits einen ersten Schritt zur besseren
Vereinbarkeit von Familie und Beruf in alsterarbeit gemacht. Beim
nächsten Meilenstein im Rahmen des audit berufundfamilie wollten wir
unbedingt einen inklusiven Ansatz wählen, um deutlich zu machen, dass
dieses Thema alle Menschen, die bei alsterarbeit tätig sind, bewegt.
Wir sind überzeugt, dass eine gute Vereinbarkeit von Familie und
Beruf, sowohl den Leistungs- als auch den Rehabilitationsaspekt in
alsterarbeit messbar und nachhaltig positiv beeinflusst.“

Spezielles Beteiligungsformat

Bei der alsterarbeit gGmbH sind rund 800 Menschen mit
unterschiedlichen körperlichen und psychischen Behinderungen in
eigenen Werkstätten und Einrichtungen tätig oder arbeiten in Gruppen
bzw. an Einzelarbeitsplätzen in anderen Unternehmen. Hinzukommen 400
Mitarbeiter*innen, z. B. Sozialpädagog*innen. Die alsterarbeit gGmbH
zählt zu etwa 800 Trägern von Werkstätten für behinderte Menschen
(WfbM), die mehr als 300.000 Beschäftigte umfassen. Diese Menschen
stehen nicht nur an der Schwelle zum ersten Arbeitsmarkt, sie haben
auch individuelle Vereinbarkeitsbedarfe – ggf. durch Partner*innen,
eigene Kinder oder in Form von Pflegeaufgaben. Diese gilt es
gemeinsam mit den Vereinbarkeitsanliegen ihrer nicht-behinderten
Kolleg*innen zu berücksichtigen. Eine Herausforderung wie Patrick
Frede und Heiko Sulimma, die die alsterarbeit gGmbH als
Auditoren-Tandem betreuen, wissen: „Ganz neu und zugleich zentral ist
es, den Beschäftigten mit Behinderungen eine Plattform für ihre
Wünsche bezüglich der Vereinbarkeit von Beruf, Familie und
Privatleben bereitzustellen und ihre Anliegen dann auch deuten und
einordnen zu können. Das gelingt u. a. mit Hilfe extra konzipierter
Basischecks, die nicht nur einen geschützten Raum für offene
Aussprachen bieten, sondern auch eine zielführende Systematik
garantieren: So werden Lösungen bzgl. der Rahmenbedingungen wie
Arbeitszeit, -organisation und -ort genauso betrachtet wie kulturelle
Fragen und Serviceangebote, die die Vereinbarkeit fördern.“

Konkrete Vereinbarkeitslösungen

Das audit berufundfamilie initiiert einen nachhaltigen Prozess der
familien- und lebensphasenbewussten Personalpolitik. Das bereits
entwickelte Maßnahmenpaket soll stetig bedarfsgerecht ausgebaut
werden. Zu den bereits vorhandenen Angeboten der alsterarbeit gGmbH
zählen: flexible Arbeitszeitmodelle, „Großelternzeit“ – angelehnt an
die Elternzeit, Fortbildungsseminare für Elternzeitler*innen,
Weiterbildung für in Teilzeit Tätige und die Vermittlung einer
Kindernotfallbetreuung. Die verpflichtende Zielvereinbarung sieht
vor, dass in den kommenden drei Jahren u.a. an folgenden Lösungen
gearbeitet wird: Ideenmanagement zur Unterstützung der Beteiligung
der Mitarbeitenden und der in Rehabilitations-maßnahmen beschäftigten
Menschen, besserer Zugang zu externen Bildungsangeboten für Menschen
mit Handicap, Austausch von Führungskräften zur Vereinbarkeit und ein
klarer Orientierungsrahmen für mobiles Arbeiten.

Interessierte Einrichtungen gesucht

Die berufundfamilie Service GmbH möchte den Ansatz des inklusiven
audits in Werkstätten für Menschen mit Behinderungen ausbauen und
gezielt weiterentwickeln.Hierzu sucht sie Partner, die sich in einer
Pilotphase gemeinsam der Herausforderung stellen. Denn wie Oliver
Schmitz, Geschäftsführer der berufundfamilie Service GmbH,
untermauert: „Inklusion ist ein essenzielles Thema unserer Zeit.
Damit ist es auch in der Vereinbarkeit nicht mehr wegzudenken. Als
Kompetenzträger und Dienstleister in der Vereinbarkeit wollen wir
konsequent mit Institutionen der Sozialwirtschaft und Einrichtungen,
die sich mit Teilhabe am Erwerbsleben und Rehabilitation befassen,
den Vereinbarkeitsweg gehen. Das bedeutet: Wir möchten gemeinsam eine
familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik gestalten, die dem
Leitgedanken der Inklusion folgend alle in
Rehabilitationseinrichtungen tätigen Menschen – wir sprechen hier von
etwa 700.000 Personen – von dem audit berufundfamilie profitieren und
ihre individualisierte Vereinbarkeit realisieren lässt. Das geschieht
zum Nutzen der teilnehmenden Betriebe. Denn das Bundesteilhabegesetz
schafft neue Rahmenbedingungen, mit denen sie sich zunehmend
attraktiver als Organisationen und als Arbeitgeber aufstellen
müssen.“

Einrichtungen, die an dem neuen Format zur inklusiven Auditierung
interessiert sind, können gerne Kontakt aufnehmen: per E-Mail unter
info@berufundfamilie.de oder telefonisch unter 069 7171333-150.

Die berufundfamilie Service GmbH ist Dienstleister und der
Kompetenzträger im Themengebiet Vereinbarkeit von Beruf, Familie und
Privatleben. Ihr zentrales Angebot ist das audit berufundfamilie/
audit familiengerechte hochschule, das von der Gemeinnützigen
Hertie-Stiftung initiiert wurde. Einsetzbar in allen Branchen und
unterschiedlichen Betriebsgrößen, erfasst das audit den Status quo
der bereits angebotenen familien- und lebensphasenbewussten
Maßnahmen, entwickelt systematisch das betriebsindividuelle Potenzial
und sorgt mit verbindlichen Zielvereinbarungen dafür, dass
Familienbewusstsein in der Unternehmenskultur verankert wird. Nach
erfolgreichem Abschluss dieses Prozesses entscheidet ein
unabhängiges, prominent mit Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft,
Politik und Verbänden besetztes Kuratorium über die Erteilung des
Zertifikats zum audit. Die praktische Umsetzung wird von der
berufundfamilie Service GmbH jährlich überprüft. Nach jeweils drei
Jahren können zweimal im Rahmen von Re-Auditierungen weiterführende
personalpolitische Ziele vereinbart werden. Daran (erstmalig nach
neun Jahren) schließt sich das Dialogverfahren an. Nur bei
erfolgreicher Durchführung des Dialogverfahrens darf der Arbeitgeber
das Zertifikat weiterführen. Seit 1998 wurden über 1.700 Arbeitgeber
mit dem Zertifikat zum audit ausgezeichnet. Die berufundfamilie
Service GmbH besitzt die europaweite Lizenz für das audit.
Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey trägt die
Schirmherrschaft für das audit, das von den Spitzenverbänden der
deutschen Wirtschaft – BDA, BDI, DIHK und ZDH – empfohlen wird.
www.berufundfamilie.de

Pressekontakt:
Silke Güttler
Leitung Unternehmenskommunikation
berufundfamilie Service GmbH
Telefon: +49 69 7171333-161
E-Mail: s.guettler@berufundfamilie.de

Original-Content von: berufundfamilie Service GmbH, übermittelt durch news aktuell

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