Knapp die Hälfte der Großstadtkinder aus Familien mit Migrationshintergrund

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Im Jahr 2010 lebten rund 31 % der
minderjährigen, ledigen Kinder in Deutschland in einer Familie mit
Migrationshintergrund. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) zum
Weltkindertag am 20. September 2011 weiter mitteilt, stammte in
Großstädten mit mehr als 500 000 Einwohnern sogar fast jedes zweite
minderjährige Kind (46 %) aus einer Familie mit
Migrationshintergrund. Das zeigen die Ergebnisse des Mikrozensus, der
größten jährlichen Haushaltsbefragung in Europa. In Gemeinden mit
weniger als 5 000 Einwohnern kamen 2010 dagegen nur knapp 13 % der
minderjährigen Kinder aus einer Migrationsfamilie.

Seit 2005 – in diesem Jahr wurden erstmals Fragen zum
Migrationsstatus im Mikrozensus gestellt – ist die absolute Zahl der
Kinder in Migrationsfamilien leicht zurückgegangen. 2005 stammten von
den insgesamt 14,4 Millionen minderjährigen Kindern in Deutschland
rund 4,1 Millionen minderjährige Kinder aus Familien mit
Migrationshintergrund. Demgegenüber lebten im Jahr 2010 von allen
13,1 Millionen minderjährigen Kindern in Deutschland gut 4,0
Millionen Kinder in Migrationsfamilien.

Zu den Familien mit Migrationshintergrund zählen alle
Eltern-Kind-Gemeinschaften, bei denen mindestens ein Elternteil eine
ausländische Staatsangehörigkeit besitzt oder die deutsche
Staatsangehörigkeit durch Einbürgerung oder – wie im Fall der
Spätaussiedler – durch einbürgerungsgleiche Maßnahmen erhalten hat.

Eine zusätzliche Tabelle bietet die Online-Fassung dieser
Pressemitteilung unter www.destatis.de.

Weitere Auskünfte gibt:
Zweigstelle Bonn,
Julia Weinmann,
Telefon: (0611) 75-8707,
www.destatis.de/kontakt

Rückfragen an obigen Ansprechpartner oder an:
Statistisches Bundesamt
Pressestelle
E-Mail: presse@destatis.de

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