Köln Bayenthal: Freie Wähler lehnen Anwohnerparken ab und fordern mehr Parkplätze.

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Köln / Bayenthal: Bezirksvertreter Torsten Ilg (Freie Wähler) ist weiterhin gegen die Einführung des kostenpflichtigen Bewohnerparkens in Bayenthal, weil das nur zu Verdrängung des parkenden Verkehrs in Richtung Raderberg, Raderthal und Marienburg führen werde. Am Beispiel der Kölner Südstadt erklärt Ilg warum:

„Auch dort hat sich der Parkdruck nach Einführung des Bewohnerparkens nicht verringert, ganz im Gegenteil. Einen Anspruch auf einen Parkplatz gibt es nämlich auch mit dem Bewohner-Parkausweis nicht!“

Auch für Bayenthal sieht er mehr Nachteile als Vorteile:

„Bayenthal ist ein Veedel mit dörflichem Charakter. Hier stehen viele 1-2 Familienhäuser. Die Familien und deren Besucher parken bislang kostenfrei vor dem Haus. Einen Parkplatzmangel in den reinen Wohnvierteln von Bayenthal gibt es derzeit kaum. Weder in der Cäsarstraße, der Hebbelstraße, noch in weiteren Seitenstraßen . Lediglich im Bereich der Geschäftsstraßen und Richtung Alteburger-, und Rheinuferstraße wird es eng. Doch die Verwaltung plant die flächendeckende Umsetzung. Ich lehne das entschieden ab.“

Das angebliche „Wohl der Anwohner“ sei nur vorgeschoben. In Wirklichkeit wolle man langfristig Parkplätze reduzieren und zwar flächendeckend im ganzen Bezirk. Eine Antwort auf die Frage wo dann die Familienmitglieder der Anwohner zukünftig ihre Autos kostenlos parken sollen, gäbe die Verwaltung nicht. Ungeklärt bliebe nach Ilg´s Auffassung auch, wie die zahlreichen Beschäftigten der Büros zukünftig parken sollen:

„Das „Oval-Office“ entlang der Schönhauser Straße hat schon jetzt für die eigenen Mitarbeiter der Büros viel zu wenig Stellplätze. Außerdem sollen infolge des Rückbaus der Bonner Straße einige hundert Parkplätze ersatzlos wegfallen. Mit dem Bau neuer Wohnquartiere (Welle-Areal) sind leider insgesamt viel zu wenige Tiefgaragenplätze eingeplant. Der Schlüssel von 1:1 ist viel zu gering. Auf dem Areal werden aber auch Geschäfte, Kitas und eine Schule geplant. Entlang der Bonner Straße fehlt eine große Tiefgarage für das Quartier. Die Bezirksvertretung hat einen Prüfantrag der FREIEN WÄHLER mit der Forderung nach einer solchen Tiefgarage auf dem Areal, mehrheitlich leider abgelehnt.“
Wo sollen in Zukunft die umweltfreundlichen E- und H2-Autos parken? Fragt Ilg sich im Hinblick auf die zukünftige Entwicklung des Stadtteils:

„Die Vernichtung bislang kostenloser Parkplätze dient lediglich dem Ziel, die Bürger durch Parkplatzvernichtung dazu zu zwingen, solchen Maßnahmen zuzustimmen. Für mich ist das staatlich geplante Abzocke! Die Folge wird sein, dass private Parkplatzanbieter wie z.B. entlang der Bahnlinie (Bonner Wall), ihre Preise für Dauerparker drastisch erhöhen werden. Gewerbe und Büros werden abwandern. Infolge falscher politischer Weichenstellungen gegen den Individualverkehr, will die Stadt das Problem jetzt vertuschen!“

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