Kölner Stadt-Anzeiger: Kardinal von El Salvador spricht von „Krieg“ in seinem Land – Lage durch Gewaltkriminalität der Jugendbanden dramatisch verschärft USA unter Trump in „vorrevolutionärer Situation“

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Köln. Der salvadorianische Kardinal Gregorio Rosa
Chávez warnt die USA und die Europäer, der Armutsfrage in
Lateinamerika durch Wegschauen oder Abschottung auszuweichen. „Das
wird sich bitter rächen“, sagte der 76 Jahre alte Geistliche dem
„Kölner Stadt-Anzeiger“ (Montag-Ausgabe). Die gegenwärtige
Flüchtlingskarawane in Mittelamerika sei eine Parabel, ein Gleichnis.
„Sie zeigt uns die Welt, wie sie ist, und sie zeigt uns eine Welt,
von der die Menschen träumen, alle Menschen, ganz gleich, ob sie
diesseits oder jenseits der Mauer zwischen Arm und Reich leben.“ Die
USA unter Präsident Donald Trump sieht Chávez in einer
„vorrevolutionären Situation“: „Kann sein, dass Trump noch eine
Weile so weitermacht. Aber er wird selber an die Grenze kommen.“ Die
Lage seines Landes, von dessen neun Millionen Bürgern mittlerweile
ein Drittel im Ausland leben, bezeichnete Chávez, ein enger
Mitarbeiter des 1980 ermordeten und im Oktober heiliggesprochenen
Erzbischofs Óscar Romero“, als dramatisch verschärft. „Es ist ein
Krieg, ein Krieg ohne Unterhändler, und es ist ein Krieg –Arm gegen
Arm–.“ Größtes Problem sei die Kriminalität der Jugendbanden, der
sogenannten „Maras“, denen geschätzt 100.000 junge Salvadorianer
angehören. Die Mordrate ist mit 108 auf 100.000 Einwohner eine der
höchsten weltweit. Der EU warf Chávez vor, sich von ihren sozialen
Ursprüngen entfernt zu haben: „All euer Denken, Reden und Handeln ist
bestimmt vom Kapital. Ihr lebt in einem System aus Geld und Gewinn,
und ihr vergesst die Menschen. Das kann nicht gutgehen.“ Es brauche
einen grundlegenden Perspektivwechsel, „auch bei Ihnen in Europa, in
Deutschland“. Chávez hält sich derzeit als Gast des katholischen
Lateinamerika-Hilfswerks „Adveniat“ in Deutschland auf. El Salvador
ist ein Schwerpunktland der diesjährigen Adveniats-Weihnachtsaktion,
die am kommenden Sonntag, dem ersten Advent, startet.

Hier der Link hum Interview:

https://www.ksta.de/politik/interview-ueber-die-fluechtlingskarawa
ne–donald-trump-wird-an-seine-grenze-stossen–31644608

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Kölner Stadt-Anzeiger
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