Kölner Stadt-Anzeiger: Kölner Schriftsteller Akhanli bedauert Erdogan-Besuch in Köln – „Er nimmt nach wie vor Menschen als Geiseln“

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Köln. Der Kölner Schriftsteller Dogan Akhanli, der
auf Antrag der Türkei zwei Monate lang in Spanien festgesetzt worden
war, hat den geplanten Besuch des türkischen Staatspräsidenten Recep
Tayyip Erdogan in Köln kritisiert. Es sei „sehr bedauerlich“, dass
Erdogan in Köln sprechen werde, sagte Akhanli dem „Kölner
Stadt-Anzeiger (Samstag-Ausgabe). „Erdogan lässt nach wie vor
Menschen willkürlich festnehmen, auch Deutsche, und nimmt sie als
Geiseln.“ Es sei ein falsches Signal, den türkischen Präsidenten „mit
einem Staatsbesuch zu ehren“. Er fügte hinzu: „Die
Menschenrechtsverletzungen sind seit der Wahl nicht weniger geworden,
der Rechtsstaat ist ausgehebelt, es existiert eine
Ein-Mann-Herrschaft in der Türkei.“

Auch die Kölner Grünen-Landtagsabgeordnete Berivan Aymaz nannte es
„sehr enttäuschend, dass die Bundesregierung keine klare Haltung
gegenüber Erdogan eingenommen und ihm deutlich gemacht hat, dass die
Ausweitung seines Staatsbesuchs auf weitere öffentliche Auftritte
nicht erwünscht ist“. Erdogan werde diese Gelegenheit nutzen, „um die
hier lebende türkische Community für sich und seine
demokratiefeindliche und nationalistische Politik zu vereinnahmen“,
sagte Aymaz dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. Dies werde die
Polarisierung der türkeistämmigen Community in NRW weiter anheizen.

https://www.ksta.de/koeln/reaktionen-zum-erdogan-besuch–das-ist-e
in-falsches-signal–31269492

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