Kölner Stadt-Anzeiger: Volker Beck: Regierung tut zu wenig für die Sprachförderung von Flüchtlingen

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Köln. Der innenpolitische Sprecher der
Grünen-Bundestagsfraktion, Volker Beck, hat der Bundesregierung eine
mangelnde Sprachförderung von Flüchtlingen vorgeworfen. Grund dafür
ist die Antwort des Bundesarbeits- und Sozialministeriums auf eine
Anfrage Becks, die dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Donnerstag-Ausgabe)
vorliegt. Darin heißt es mit Blick auf berufsbezogene Sprachkurse des
Europäischen Sozialfonds und des Bundesamtes für Migration und
Flüchtlinge: „Aufgrund der geringeren finanziellen Ausstattung des
Programms ist es geboten, die vorhandenen Mittel möglichst effizient
einzusetzen.“ Die Teilnahme müsse auf die Personen konzentriert
werden, die zu den Hauptzielgruppen des Programms, also Menschen mit
Migrationshintergrund, gehörten und die Grundkenntnisse der
deutschen Sprache besäßen, heißt es weiter. Beck sagte dem „Kölner
Stadt-Anzeiger“ dazu: „Die Bundesregierung prahlt damit, den
Arbeitsmarktzugang für Asylsuchende erleichtert zu haben. Sie tut
aber wenig, um berufliche Teilhabe tatsächlich zu ermöglichen.“ Seit
2014 gebe es keine berufsbezogene Sprachförderung für Menschen mit
sehr geringen Deutschkenntnissen mehr. Dann solle aber die Teilnahme
an einem Integrationskursus die Verbesserung der Deutschkenntnisse
ermöglichen. „Wer Asylsuchende von beiden Kursangeboten ausnimmt,
schafft für die Zukunft Integrationsprobleme, die einfach zu
vermeiden wären“, so der Grüne. Die Höhe der Mittel beträgt aktuell
60 Millionen Euro, die Zahl der Asylbewerber steigt indes stark. Von
den fast 26 000 Menschen, die 2014 am Programm teilnahmen, waren
rund 4000 Flüchtlinge.

Pressekontakt:
Kölner Stadt-Anzeiger
Newsdesk
Telefon: 0221 224 3149

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