Kriminologe Pfeiffer: Gewalt bei jungen Muslimen und jungen Deutschen rückläufig

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Christian Pfeiffer, Direktor des
Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen, hat mit Blick auf
den Prozessbeginn im Fall Jonny K. zur Besonnenheit beim Thema
Jugendgewalt bei Muslime gemahnt. „Es ist richtig, dass junge
Muslime, gemessen an jungen Deutschen, etwas häufiger Gewalttaten
verüben“, sagte er im PHOENIX-Interview. Dies sei jedoch kein Wunder
angesichts der schwierigen sozialen Umstände, aus denen sie kämen, so
Pfeiffer weiter. „Insgesamt ist auch bei Muslimen die
Gewaltkriminalität rückläufig, wie auch bei Deutschen.“ Es gebe
keinen Anlass zum „Dramatisieren“. Tötungsdelikte und schwere
Gewalttaten Jugendlicher gingen in Deutschland zurück, auch in
Berlin, fügte Pfeiffer hinzu. Die mit Aufregung geführte Debatte über
Jugendgewalt vor dem Prozess in Berlin sieht Pfeiffer gelassen: „Die
Emotionen waren im Vorfeld verständlicherweise sehr groß. Wenn der
Prozess beginnt, dann gehen die Dinge ihren normalen Gang. Ich hoffe,
dass man die Emotionen einigermaßen aus dem Prozess raushalten kann.“
Dass sich die Angeklagten in diesem Verfahren gegenseitig
beschuldigen, sei kein Problem: „Da vertraue ich auf die erfahrenen
Richter und die Staatsanwaltschaft. Das kriegen die normalerweise
schon hin.“ Über die Urteile gegen jugendliche Gewalttäter zeigte
sich Pfeiffer grundsätzlich zufrieden: „Unsere Gerichte urteilen da
mit einem gewissen Mittelmaß. Insgesamt stimmt die Linie sehr gut“,
betonte er.

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