Lausitzer Rundschau: „Land unter!“ bei Gericht Cottbuser Verwaltungsgericht versinkt in Aktenbergen

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Es gibt mehr als einen Grund, NICHT
Verwaltungsrichter werden zu wollen. Die meisten Enthusiasten, die
sich in langen Jahren durch ein Jurastudium gebissen haben, sehen
sich eher als brillante Anwälte. Wen eines der großen
Hollywood-Gerichtsdramen im Stil von „Eine Frage der Ehre“
begeistert, kennt als Jungjurist klar seine Wunschberufsperspektive.
Wer die bürokratische Sicherheit des öffentlichen Dienstes bei
ansprechenden Gehaltsaussichten schätzt, hofft auf einen Job als
Staatsanwalt oder als Richter am Amts- oder Landgericht, wo es um die
„spannenden Fälle“ geht. Verwaltungsrecht bedeutet über weite
Strecken „Aktenfressen“ und das, was Laien als hartnäckige
Paragrafenreiterei wahrnehmen. Das ist ungerecht. Schließlich sind es
Verwaltungsrichter, die fragwürdige Anschlussbeitragssatzungen kippen
und auch unzumutbare Lkw-Karawanen aus engen Dorfstraßen verbannen.
Cottbuser Verwaltungsrichter sehen aber längst „kein Land“ mehr. Vor
den derzeit elf(!) Juristen liegen 5000 unbearbeitete Fälle – noch
ein guter Grund NICHT Verwaltungsrichter zu sein.

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Lausitzer Rundschau

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