Lausitzer Rundschau: Moderne Hexenjagd Zu den Folgen der Verfolgungsjagd von Boston

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Die Jagd nach dem Attentäter von Boston hat sich
in bislang beispielloser Weise in das Internet übertragen. Über
Facebook, Twitter und Reddit haben Tausende Menschen Hinweise
weitergegeben, Fotos gepostet, Funksprüche der Einsatzkräfte
weitergegeben. Die Polizei ist aufgesprungen und hat die Omnipräsenz
der Social Networks sehr gezielt für sich genutzt. Menschen rund um
den Globus hatten einen Live-Zugang zur Menschenjagd. Diese
Unmittelbarkeit hat gezeigt, wie schnell und wie einfach es ist, ins
Zeitalter von Hexenjagden zurückzugleiten. Eine Jagd auch auf
Unschuldige. Einer von ihnen – Sunil Tripathi – ist jetzt tot
aufgefunden worden. Ob das mit der Jagd auf ihn zu tun hat, steht
noch nicht fest. Doch man fühlt sich wie in einer
Science-Fiction-Welt, bei der die Realität einer Menschenjagd und die
Fiktion eines Computerspiels ineinanderfließen. Es wäre aber zu
einfach, die Ursache alleine dem Internet zuzuschieben. Schließlich
sind es Menschen, die vor dem Computer sitzen – und die entscheiden
können, wie sie sich verhalten. Die Vorfälle zwingen uns zur
Auseinandersetzung mit der Frage: Wie wollen wir reagieren? Welche
Regeln wollen wir uns geben? Sie zeigen eindringlich: Medienkompetenz
ist nicht angeboren, sie muss erlernt werden.

Pressekontakt:
Lausitzer Rundschau

Telefon: 0355/481232
Fax: 0355/481275
politik@lr-online.de

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