ManpowerGroup Arbeitsmarktbarometer: Einstellungsbereitschaft großer Unternehmen auf Rekordniveau

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– Deutsche Arbeitgeber bleiben im vierten Quartal verhalten
optimistisch
– 40 Prozent der deutschen Arbeitgeber in Konzernen planen
Einstellungen
– Frankfurt im Städtevergleich mit stärkstem Beschäftigungsausblick
– Dienstleister und Industrie mit sehr positivem Ausblick für
das vierte Quartal

Die Einstellungsbereitschaft der Arbeitgeber in Deutschland ist im
vierten Quartal 2017 moderat: 13 Prozent der Unternehmen planen in
den Monaten Oktober bis Dezember 2017 neue Mitarbeiter einzustellen.
Das bedeutet einen Anstieg um zwei Prozentpunkte im Vergleich zum
Vorquartal. Bei den Großunternehmen plant dagegen deutlich mehr als
jeder dritte Arbeitgeber Neueinstellungen bis zum Jahresende (40
Prozent). Der saisonbereinigte Netto-Beschäftigungsausblick für das
vierte Quartal 2017 bleibt vorsichtig optimistisch und erreicht einen
Wert von +5 Prozent. Mit einer Abnahme von einem Prozentpunkt zum
Vorquartal verhält er sich relativ stabil. „Gesamtwirtschaftlich
werden Rückgänge in einzelnen Branchen und Regionen gerade durch
Spitzen in der Industrie und in den Metropolen aufgefangen“, sagt
Herwarth Brune, Vorsitzender der Geschäftsführung der ManpowerGroup
Deutschland. „Die deutsche Exportstärke hilft vor allem Konzernen und
der Industrie. Das spiegelt sich auch im starken
Beschäftigungsausblick dieser Gruppe von Arbeitgebern wider.“ Das
produzierende Gewerbe zeigt mit +10 Prozentpunkten den besten
Beschäftigungsausblick seit Anfang 2012. Eine noch stärkere
Einstellungsbereitschaft melden Arbeitgeber der Branchen
Finanzwirtschaft, Immobilien und Unternehmensdienstleistungen mit +13
Prozentpunkten. Dies sind Ergebnisse des ManpowerGroup
Arbeitsmarktbarometers für das vierte Quartal 2017, für das 1.000
Arbeitgeber in Deutschland befragt wurden.

+++ Die Studienergebnisse kompakt als Video und Infografik finden
Sie über diesen Link: http://bit.ly/1p9QDys +++

99 Prozent aller deutschen Großunternehmen mit mindestens 250
Mitarbeitern wollen wachsen oder planen zumindest keine Entlassungen.
Vier von zehn Arbeitgebern dieser Größe sind konkret auf
Personalsuche, um im vierten Quartal 2017 neue Mitarbeiter
einzustellen. Die deutsche Konzernlandschaft floriert somit mit einem
saisonbereinigten Netto-Beschäftigungsausblick von +38 Prozent. Das
entspricht einem Anstieg um 13 Prozentpunkte im Vergleich zum
Vorquartal und stellt den stärksten Wert seit Beginn der nach
Unternehmensgröße differenzierten Erhebung im Jahr 2008 dar.

„Global agierenden Großunternehmen wie den Dax-Konzernen steht ein
Rekordjahr bevor, ihre Umsätze haben sich gegenüber dem
Vorjahreszeitraum um ein Drittel verbessert. Daher begeben sie sich
mit Hochdruck auf die Suche nach neuen Mitarbeitern, wie auch viele
Unternehmen in anderen Ländern“, sagt Brune. „Der deutsche
Mittelstand muss gute Argumente finden, um im Wettbewerb um die
besten Fachkräfte neben den Konzernen wahrgenommen zu werden.“ Denn
zusätzlich planen der ManpowerGroup-Untersuchung zufolge auch 27
Prozent der mittelständischen Arbeitgeber, noch in diesem Jahr neue
Mitarbeiter einzustellen. Der Netto-Beschäftigungsausblick liegt auch
hier bei +20 Prozentpunkten. Dies ist die stärkste Vorhersage seit
2011. Bei kleinen Unternehmen ist der Wert im Vergleich zum Vorjahr
von +14 Prozent auf +10 Prozent gesunken.

Dienstleister und Industrie im Aufwind – Handel zeigt stärksten
Einbruch seit 2003

Insgesamt ist der saisonbereinigte Netto-Beschäftigungsausblick in
vier von neun untersuchten Branchen in Deutschland für das vierte
Quartal positiv, im dritten Quartal waren es noch sieben. Die
Arbeitgeber im Sektor Handel und Gastgewerbe, der stark von kleinen
Unternehmen geprägt ist, mussten den größten Rückgang hinnehmen. Der
Netto-Beschäftigungsausblick liegt hier im vierten Quartal bei -6
Prozent und damit elf Prozentpunkte schwächer als im Vorjahr und 13
Prozentpunkte schwächer als im Vorquartal. Dies ist der stärkste
Einbruch seit Beginn der Erhebung in 2003. Die Transportbranche sowie
Versorger im Bereich Gas, Wasser und Elektrizität verlieren leicht.
Die stärkste Bereitschaft zur Neueinstellung herrscht, wie auch in
den Quartalen zuvor, im Bereich Finanzen und
Unternehmensdienstleistungen. Hier kommt der saisonbereinigte
Beschäftigungsausblick für das vierte Quartal 2017 auf +13 Prozent –
erneut ein Anstieg um zwei Prozentpunkte zum Vorquartal. Unter den
vier optimistischsten Branchen befindet sich zudem die Industrie. Mit
einem Beschäftigungsausblick von +10 Prozent liegt sie vier
Prozentpunkte über dem Vorquartal – und es ist der stärkste
Quartalsanstieg aller Branchen und repräsentiert den stärksten Wert
dieses Sektors seit Anfang 2012. Auch das Baugewerbe sowie die
öffentliche Verwaltung gehören zu den Wirtschaftssparten mit gutem
Einstellungsklima.

Frankfurt meldet die stärksten Beschäftigungsaussichten, Berlin
holt auf

Die Mainmetropole erreicht mit einem Beschäftigungsausblick von
+14 Prozent den besten Wert im Regionalvergleich. Das ist ein
Prozentpunkt mehr als im Vorquartal und fünf Prozentpunkte mehr als
im Vorjahr. Jeder fünfte Arbeitgeber in Frankfurt am Main will
einstellen. „Neun von zehn Frankfurter Unternehmen gehören zum
Finanz- und Dienstleistungssektor, der branchenweit den besten
Beschäftigungsausblick zeigt“, erklärt ManpowerGroup-Deutschland-Chef
Herwarth Brune. „Infolge des Brexits gewinnt Frankfurt für die
Finanzwirtschaft an Bedeutung, sie kann mit dem Zuzug von Fachkräften
aus London rechnen.“

Auch in München plant etwa jedes fünfte Unternehmen
Neueinstellungen im vierten Quartal, doch es wollen auch sechs
Prozent der Firmen Personal abbauen. Der saisonbereinigte
Netto-Beschäftigungsausblick erreicht in der bayrischen Hauptstadt
daher nur +11 Prozent. Im Vergleich zum Vorquartal bedeutet dies eine
Abnahme in Höhe von zwei Prozentpunkten.

Die deutsche Hauptstadt Berlin hat zwar keinen so hohen
Beschäftigungsausblick wie Frankfurt oder München, steht mit +7
Prozent aber vorsichtig optimistisch da und hat vor allem deutlich
aufgeholt: Im Vergleich zum dritten Quartal gewinnt Berlin fünf
Prozentpunkte, zum Vorjahr sechs Prozentpunkte. „Der gesamte Osten
zeigt eine positive Entwicklung“, sagt Brune. Die Region Ost gewinnt
im Vergleich zum Vorquartal fünf Prozentpunkte und ist neun
Prozentpunkte stärker im Vergleich zum Vorjahr.

Verlierer im regionalen Vergleich ist vor allem das Ruhrgebiet mit
einem Beschäftigungsausblick von -6 Prozent im vierten Quartal – ein
Verlust von 15 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr. Der Norden
erreicht einen saisonal bereinigten Beschäftigungsausblick von +2
Prozent. Hier sorgt vor allem Hamburg mit 28 Prozent
einstellungsbereiter Arbeitgeber für Stabilität.

Weltweiter Beschäftigungsausblick vorwiegend positiv

Weltweit sind in 42 der 43 untersuchten Länder und Regionen in den
kommenden drei Monaten mehr Einstellungen als Entlassungen geplant,
wie die Befragung der ManpowerGroup von mehr als 59.000 Arbeitgebern
zeigt. Zum ersten Mal seit dem zweiten Quartal 2008 und der folgenden
globalen Rezession gibt es kein einziges Land mit negativem
Netto-Beschäftigungsausblick. Schweizer Arbeitgeber erwarten mit
einem Wert von null eine insgesamt unveränderte Beschäftigtenzahl.
Verglichen mit dem dritten Quartal 2017 verbessern sich die
Aussichten in 23 Ländern und Regionen, in 13 verschlechtern sie sich
und in sieben bleiben sie unverändert. In der Region Europa,
Mittlerer Osten und Afrika (EMEA) sind die Aussichten in 24 von 25
Ländern positiv. Verglichen mit dem vorangegangenen Quartal
verbessern sich die Aussichten auf mehr Beschäftigung in 13 Ländern,
verschlechtern sich in neun und sind in drei unverändert. Gemessen am
Vorjahreszeitraum verzeichnen 15 Länder einen optimistischen Trend,
acht einen negativen, zwei sind gleichbleibend. Arbeitssuchende in
Ungarn haben im vierten Quartal die besten Chancen in der gesamten
Region, der saisonbereinigte Netto-Beschäftigungsausblick erreicht
hier +18 Prozentpunkte.

Österreich kann mit einem saisonbereinigten
Netto-Beschäftigungsausblick von +8 Prozent sechs Prozentpunkte zum
Vorquartal und fünf Prozentpunkte zum Vorjahr gutmachen. Doch
Österreich geht es ähnlich wie Deutschland: Österreichs Aufschwung
sei „made in America“, titeln Zeitungen. Die Wirtschaft wächst
schnell. Der Aufschwung hänge jedoch an der Exportnachfrage.
Konsumenten hätten die Steuerreform schon wieder vergessen. Im
asiatisch-pazifischen Raum ist die Prognose für alle acht
untersuchten Länder und Regionen positiv. Einen Nettozuwachs bei den
Arbeitnehmern gibt es in fünf Ländern, in zwei steht eine Abnahme
bevor und in einem Land bleiben die Beschäftigungsaussichten
unverändert. Die Arbeitgeber in Japan und Taiwan zeigen sich weltweit
am optimistischsten, den schwächsten Ausblick in der Region
prognostiziert China.

Detaillierte Ergebnisse des ManpowerGroup Arbeitsmarktbarometers
für alle teilnehmenden Länder inklusive einer Infografik sind
abrufbar unter diesem Link: http://bit.ly/2vZMvt2.

Hintergrundinformation

Die ManpowerGroup veröffentlicht jedes Quartal das ManpowerGroup
Arbeitsmarktbarometer. Dafür werden über 59.000 Arbeitgeber in 43
Ländern zu ihren Einstellungs- und Entlassungsplänen im jeweils
kommenden Quartal befragt. Die Ursprungswerte werden mithilfe einer
Methode zur Saisonbereinigung von jahreszeitlichen Schwankungen
befreit. Die Untersuchung mit dem internationalen Titel
„ManpowerGroup Employment Outlook Survey“ ist die am längsten
laufende weltweite Untersuchung zur Einschätzung der zukünftigen
Arbeitsmarktentwicklung. Die Ergebnisse finden weltweit Beachtung bei
Ökonomen, Arbeitsmarktexperten und Finanzanalysten. Die Studie dient
unter anderem der Europäischen Kommission regelmäßig als Quelle für
ihren monatlichen Beobachtungsbericht (monthly monitoring report)
über die europäische Arbeitsmarktlage und die soziale Situation in
der EU.

Mehr Informationen zum ManpowerGroup Arbeitsmarktbarometer finden
Sie unter http://bit.ly/1p9QDys.

Über die ManpowerGroup

ie ManpowerGroup ist weltweit führend in der Bereitstellung
innovativer Lösungen und Dienstleistungen, mit denen Unternehmen in
der sich verändernden Welt der Arbeit erfolgreich sein können. Mit
mehr als 29.000 Mitarbeitern zählt die ManpowerGroup zu den drei
größten Personaldienstleistern in Deutschland. Unter dem Dach der
Unternehmensgruppe agieren an bundesweit 360 Standorten die
Gesellschaften Manpower, Stegmann, Experis, ManpowerGroup Solutions,
Proservia, Right Management sowie spezialisierte Einzelmarken.

Mehr Informationen erhalten Sie unter http://www.manpowergroup.de.

Pressekontakt:
Unternehmenskontakt ManpowerGroup
Manpower GmbH & Co. KG Personaldienstleistungen
Sonja Christ-Brendemühl
Düsseldorfer Straße 9
65760 Eschborn
Tel.: +49 69 153 03-100
E-Mail: sonja.christ@manpowergroup.de

Pressekontakt
Faktenkontor GmbH
Lars Reppesgaard
Ludwig-Erhard-Straße 37
20459 Hamburg
Tel.: +49 40 253 185-127
E-Mail: lars.reppesgaard@faktenkontor.de

Original-Content von: ManpowerGroup Deutschland GmbH, übermittelt durch news aktuell

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