Meurer: “Die Altenpflege ist weiterhin einer der Jobmotoren” / Brüderle: “Unternehmen, die investieren sollen, brauchen Klarheit” / bpa Arbeitgeberverband zu Zahlen der Bundesagentur für Arbeit

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600.893 Fach- und Hilfskräfte waren laut neuesten Zahlen der
Bundesagentur für Arbeit (BA) im Juni 2019 in der Altenpflege in Deutschland
sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Im Vergleich zum Juni 2014 waren dies
111.356 Beschäftigte mehr. Das ist ein Zuwachs von 22,7 Prozent in fünf Jahren.
Die Gesamtbeschäftigung wuchs in diesem Zeitraum knapp halb so stark um 10,7
Prozent. “Die Altenpflege ist weiterhin einer der Jobmotoren in Deutschland. Sie
hat auch einen Anteil am wirtschaftlichen Wachstum der letzten Jahre”, erklärt
der stellvertretende Präsident des bpa Arbeitgeberverbands Bernd Meurer, der
auch gleichzeitig bpa-Präsident ist.

“Damit die Branche auch weiterhin neue Jobs schaffen kann, müssen jetzt die
Weichen richtig gestellt werden. Es kann nicht sein, dass Fachkräfte, die aus
dem Ausland zu uns kommen wollen, monatelang auf Termine bei den deutschen
Botschaften und Konsulaten im Ausland warten müssen und mit einer Unmenge an
Bürokratie überzogen werden. So schreckt man Fachkräfte ab, die sich dann für
andere Länder entscheiden. Bei dem rasanten Wachstum an Pflegebedürftigen müssen
wir alle Reserven heben, um die schon heute bestehenden Versorgungslücken nicht
noch größer werden zu lassen”, so Meurer.

In den neuen Bundesländern ist die Zahl der Jobs in der Altenpflege von 2014 auf
2019 um 23.649 oder 20,7 Prozent gewachsen. Die Gesamtbeschäftigung stieg in
Ostdeutschland in diesem Zeitraum um nur 8,8 Prozent. In Westdeutschland wuchs
die Beschäftigung in der Altenpflege um 23,4 Prozent und die Zahl der Jobs in
der Wirtschaft insgesamt um 11,3 Prozent.

“Auch dem Mut und der Einsatzbereitschaft der privaten Unternehmen ist das
außergewöhnliche Jobwachstum in der Altenpflege zu verdanken. Sie haben in einem
nicht einfachen Umfeld investiert und Menschen eine Berufs- und
Lebensperspektive geschaffen. Jetzt gilt es, die wirtschaftlichen
Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass weiter investiert werden kann. Dazu
gehört auch die Klärung der Finanzierungsfragen. Die Gesundheitspolitik muss
endlich sagen, wer die steigenden Pflegekosten tragen soll. Wer hier rumeiert,
gefährdet auch künftiges Jobwachstum”, sagte der Präsident des bpa
Arbeitgeberverbands Rainer Brüderle.

Die Zahlen aus dem Länderreport der BA, die im Januar 2020 zur Verfügung
gestellt wurden, finden Sie hier: https://statistik.arbeitsagentur.de/nn_31966/S
iteGlobals/Forms/Rubrikensuche/Rubrikensuche_Form.html?view=processForm&resource
Id=210368&input_=&pageLocale=de&topicId=746696&year_month=201906&year_month.GROU
P=1&search=Suchen

Der bpa Arbeitgeberverband e.V. vertritt als größter Arbeitgeberverband in der
Pflegebranche sowohl die großen, bundesweit tätigen Trägergruppen wie auch die
mittleren und kleinen Familienunternehmen. Der bpa Arbeitgeberverband tritt für
die tarif- und arbeitsmarktpolitischen Interessen von aktuell mehr als 4.000
Mitgliedsbetrieben ein, die über 190.000 Mitarbeiter beschäftigen. Der bpa
Arbeitgeberverband wurde 2015 von Einrichtungen und Diensten der privaten
Arbeitgeber in der Altenpflege, Behinderten-, Kinder- und Jugendhilfe gegründet

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Pressekontakt:

Für Rückfragen: Olaf Bentlage, Tel. 0173/7445529

Weiteres Material: https://www.presseportal.de/pm/118969/4501062
OTS: bpa Arbeitgeberverband

Original-Content von: bpa Arbeitgeberverband, übermittelt durch news aktuell

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