Mittelbayerische Zeitung: Kommentar von Isolde Stöcker-Gietl zu Luther-Preis für Regensburger Wirte-Initiative „Keine Bedienung für Nazis“

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Wer Neonazis keinen Zutritt gewährt, setzt ein
Zeichen. Dieses Zeichen ist von Dauer. Denn noch fehlt es genau an
diesen nachhaltigen Aktionen. Gegendemonstrationen zu Aufmärschen
bringen die Neonazis nicht aus dem Tritt. Eine Kneipentour, die vor
verschlossenen Türen endet, kann da schon mehr Wirkung zeigen. Dann
bleibt den Neonazis nämlich gar nichts anderes übrig, als sich zu
verziehen. Es verdient höchste Anerkennung, dass sich die
Regensburger Wirte-Initiative „Keine Bedienung für Nazis“ von den
rechten Umtrieben nicht beeindrucken lässt. Vorbildlich ist auch, wie
das Projekt unterstützt und durch Aufklärungsarbeit hilft, sich vor
braun gesinnten Gästen zu schützen. Hoffentlich findet der Gedanke
noch viel mehr Nachahmer. Es braucht in diesen Zeiten Mut, sich offen
gegen die rechte Gesinnung zu stellen. Es sind nicht mehr nur
ideologisch verirrte Einzeltäter und kleine Neonazi-Gruppierungen,
die ihren Hass auf Ausländer zeigen. Der rechte Terror ist gut
vernetzt und damit gefährlicher. In Bayern werden rund 1000 der etwa
2200 Neonazis, die die Polizei beobachtet, als gewaltbereit
eingestuft. In 65 Fällen wurden sie 2012 gewalttätig.

Pressekontakt:
Mittelbayerische Zeitung
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Telefon: +49 941 / 207 6023
nachrichten@mittelbayerische.de

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