Mittelbayerische Zeitung: Kommentar von Christine Schröpf zu Grüne in Bayern

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Sie haben ein klares Profil und agieren
authentisch: Fünf Monate vor der Landtagswahl stehen die Grünen zu
Recht gut da. Wenn Spitzenkandidatin Margarete Bause das Wahlziel von
15 Prozent bekräftigt, ist das kein forsches Pfeifen im Walde.
Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger, der im Herbst in Bayern Ähnliches
anpeilt, muss sich dafür weit stärker zur Decke strecken. Bei den
Grünen fragt keiner, ob es sie wirklich in der Parteienlandschaft
braucht: In Sachen Atomausstieg und Energiewende haben sie die größte
Kompetenz und scheuen nicht vor unbequemen Themen wie der Suche nach
einem Endlager zurück. Das Gesellschaftsbild der Ökopartei ist
zeitgemäß: von der Frauenquote bis zur Offenheit gegenüber anderen
Lebensmodellen. Menschen mit ausländischen Wurzeln werden nicht
integriert, sondern gehören einfach dazu. Ein Machtwechsel im Herbst
ist trotzdem nicht ausgemacht. Die SPD kommt nicht richtig aus den
Startlöchern. Die Freien Wähler bleiben als Koalitionäre unsichere
Kantonisten. Gut möglich, dass die Grünen trotz des besten
Ergebnisses in ihrer Parteigeschichte auch nach dem Herbst auf der
Oppositionsbank sitzen. Das war das Einzige, das beim Parteitag in
Würzburg nach Kräften verdrängt worden ist.

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