N24-Emnid-Umfrage zum Fall der Mauer: 25 Jahre Mauerfall: Deutsche sehen mehr Gemeinsames als Trennendes / Aber: Jeder Fünfte war noch nie im anderen Teil Deutschlands

Abgelegt unter: Umfrage |





Vor 25 Jahren fiel die Mauer zwischen Ost und West
– aber wie sieht es ein Vierteljahrhundert später mit der Mauer in
unseren Köpfen aus?

In einer repräsentativen N24-Emnid-Umfrage glauben 70 Prozent der
Befragten, dass zwischen den Menschen in Ost und West eher das
Gemeinsame im Vordergrund steht. Nur 23 Prozent der Befragten halten
das Trennende für das bestimmende Element.

Allerdings glauben auch nur 37 Prozent der Deutschen, dass die
Wiedervereinigung ihnen persönlich „mehr Vorteile“ gebracht hat. 12
Prozent der Befragten sehen für sich eher Nachteile. 46 Prozent der
Deutschen finden, Vor- und Nachteile halten sich in etwa die Waage.

Bei den Ostdeutschen fällt die Wiedervereinigungsbilanz allerdings
erheblich positiver aus: So sehen 55 Prozent der Ostdeutschen für
sich persönlich mehr Vorteile durch den Mauerfall (Westdeutsche: 33
Prozent). „Mehr Nachteile“ bemängeln nur 11 Prozent der Ostdeutschen
(13 Prozent der Westdeutschen), für weitere 32 Prozent der
Ostdeutschen befinden sich Vor- und Nachteile im Gleichgewicht (49
Prozent der Westdeutschen).

Die Sicht der Ostdeutschen auf die vermeintlich „wichtigsten
politischen Aufgaben“ hat sich im Laufe der Jahre geändert. Der
wichtigste Punkt ist zwar immer noch die Bekämpfung der
Arbeitslosigkeit, aber mit abnehmender Tendenz: 61 Prozent der
Ostdeutschen finden den Kampf gegen Arbeitslosigkeit „sehr wichtig“ –
1992 waren es noch 74 Prozent. Der Umweltschutz ist nur noch 53
Prozent der Ostdeutschen besonders wichtig (1992: 55 Prozent). Die
Bedeutung der Inneren Sicherheit sank ebenfalls: Nur 42 Prozent der
Befragten finden das besonders wichtig, 1992 waren es noch 47
Prozent.

Wichtiger geworden sind dagegen die Themen „Soziale Gerechtigkeit“
und die „Begrenzung der Staatsschulden“. Soziale Gerechtigkeit finden
58 Prozent der Ostdeutschen sehr wichtig, 1992 sahen das nur 42
Prozent so. Und die Begrenzung der Staatsverschuldung halten
inzwischen 43 Prozent der Ostdeutschen für sehr wichtig (1992: 40
Prozent)

Obwohl es die Mauer seit 25 Jahren nicht mehr gibt, waren 21
Prozent der Befragten noch nie im anderen Teil Deutschlands. Vor
allem „Wessis“ scheuen noch immer die Reise in den Ostteil
Deutschlands: 25 Prozent der Westdeutschen waren noch nie in
Ostdeutschland. Die „Ossis“ sind da reisefreudiger: Nur 5 Prozent der
Ostdeutschen waren noch nie im Westteil Deutschlands.

Frei zur Verwendung bei Nennung der Quelle N24.

Feldzeit: 30.09.2014
Befragte: ca. 1.000

Pressekontakt:
Cornelia Felber
N24 Programmkommunikation
Telefon: +49 30 2090 4604
E-Mail: Cornelia.Felber@N24.de
Twitter: @N24_Presse

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