„nd.Der Tag“: Historiker Spohr bietet Recherchedienst zu NS-Verstrickungen von Familien an

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Konkretes Wissen über das Handeln der eigenen Vorfahren während des Nationalsozialismus sei bis heute eher die Ausnahme, sagte der Historiker Johannes Spohr der Tageszeitung „nd“ (Montagausgabe). „Viele sind mit Auslassungen oder Mythen über diese Zeit aufgewachsen.“ Dass sich heutzutage „überproportional viele Menschen in der Bundesrepublik als Nachfahren von Opfern des Nationalsozialismus betrachten“, basiere meistens eher „auf Gefühlen als auf Faktenwissen“. Spohr betreibt daher den Recherchedienst „present past“, mit dem NS-Verstrickungen in Familie und Gesellschaft der Bundesrepublik offengelegt werden sollen. „Recherchen können hier unter Umständen als Korrektiv wirken“, erklärte der Historiker, der an der Universität Hamburg über die Ukraine in der Zeit des Rückzugs der Deutschen im Zweiten Weltkrieg promoviert. Spohr, dessen Großvater selbst als Ordonnanzoffizier im Oberkommando des Heeres mitwirkte, hat auch zur eigenen Familiengeschichte geforscht; er sagte aber, dass die Dimension der Verfolgung und Vernichtung sich nicht allein durch die Beschäftigung mit dem Nachlass der NS-Täter*innen fassen ließe.

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