Neue Westfälische (Bielefeld): Ministerpräsident Laschet und der Hambacher Forst Glaubwürdigkeit beschädigt Florian Pfitzner, Düsseldorf

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Die Aktivisten im Hambacher Forst dürften sich
gefühlt haben wie in einem Hitchcock-Film. Wochenlang warten sie
angespannt auf den Tag, an dem RWE-Mitarbeiter und Polizei in den
Wald vorrücken werden. Nun ist er für sie losgegangen, der Horror im
„Hambi“. Ihr jahrelanger Widerstand – vorerst scheint er gebrochen.
Die Umweltschützer ahnten ja, was passieren würde. Wie schweres Gerät
in den Wald fahren und sich in die Kronen der Hainbuchen und
Stieleichen emporschieben würde. Im Wald reagiert man nun
fassungslos, dass die Landesregierung für die Räumung
Brandschutzvorschriften anführt. Und wirft ihr vor, als
Erfüllungsgehilfin für den Energiekonzern RWE zu handeln, jedenfalls
im vorauseilenden Gehorsam. Man muss diese Meinung nicht teilen, um
sich zumindest über Ministerpräsident Armin Laschet zu wundern.
Wochenlang, bis zum Tag des Zugriffs, hat er jede Vermittlerrolle
abgelehnt. Ausgerechnet er, der sonst gerne den Landesvater gibt. Er
tat, als sei er ein Unbeteiligter angesichts eines der größten
Polizeieinsätze in der Landesgeschichte. Während er so argumentierte,
hat er längst gewusst, wann und wie seine Landesregierung in den
Konflikt eingreifen würde. Glaubwürdiger ist er damit nicht geworden.

Pressekontakt:
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